Zum Hauptinhalt springen
Geschwister-Scholl-Schule

Workshop mit Osman Citir



Foto: Stiftung St. Anna
Osman Citir auf der Bühne der Festhalle St. Anna.

Leutkirch – Osman Citir läuft durch die Reihen, begrüßt hier mit Handschlag, hält dort ein Schwätzchen. Er hat einen guten Draht zu den Jugendlichen, so viel wird deutlich. Dabei kennt er sie noch gar nicht. Eben sind sie angekommen, gleich wird er mit seinem Bühnenprogramm beginnen.

Die Geschwister-Scholl-Schule hat Motivationstrainer Citir eingeladen und für seinen Auftritt Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ erhalten. Weshalb das gut angelegtes Geld ist, wird erst im zweiten Teil seines Auftritts so richtig deutlich. Zunächst aber reißt Citir auf der Bühne ein Witzchen nach dem anderen. Verschiedene Kulturen bekommen ihr Fett weg, auch einige der Jugendlichen müssen Sprüche über sich ergehen lassen.

Dann jedoch wird er ernst. „Gemeinsam lachen ist wichtig“, sagt er, „nicht über einen, sondern alle zusammen. Das haben wir eben gemacht“. Und dann geht es ans Eingemachte. Citir erzählt von seinem eigenen Lebensweg. Das Ziel: Den Jugendlichen aufzeigen, dass es an ihnen liegt. Dass sie ihren eigenen Weg gehen können („Du hast hier alle Chancen der Welt, also bitte mach was draus“), Drogen entsagen können („Hör auf, es dir schönzureden“), lernen und sich von anderen was abgucken können („Geh klauen, aber bitte mit den Augen und Ohren“). Noch so ein Spruch: „Wissen ist Macht, angewandtes Wissen ist mächtiger.“ Bei Citir bleiben das jedoch keine leeren Formeln.

Er versteht es, seine Ratschläge mit anschaulichen Beispielen aus seinem eigenen Leben zu unterstreichen. Dabei wird es durchaus emotional im Raum. Die Jugendlichen hören ihm zu. Was er sagt, beschäftigt sie. Vielleicht deshalb, weil sie merken: Sie sind ihm wichtig und es ist ihm ein echtes Anliegen. Und weil er auch ihnen zuhört.

Zum Schluss noch ein letzter Anschiss: „Du lässt dich permanent ablenken, von TikTok, Insta und Co. Dank dir sind da draußen Milliardäre und Millionäre, weil du deine Zeit daran verschwendest“. Klatschen, Verabschiedung, wieder raus in den Alltag. Und hoffen, dass sie alle ihren Weg finden und gehen werden.

Die Partnerschaft für Demokratie Leutkirch-Aichstetten-Aitrach wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.




NEUESTE BEITRÄGE

Leutkirch

MEISTGELESEN

Leutkirch
Kommentar

Verhandeln!

Verdun 1916. Riesige Heere liegen sich gegenüber. Kämpfen um jeden Meter. Mal gerät ein Hügel in die Gewalt der einen Seite; mal wird er von den Anderen zurückerobert. Monatelang geht das Gemetzel. Am Ende sind 400.000 Soldaten tot und geändert hat sich – nichts.
von Gerhard Reischmann
veröffentlicht am 5. Oktober 2023
Vor 25 Jahren gestorben

Inge Aicher-Scholl – die Frau, die der Erstarrung entgegentrat

Leutkirch-Rotis (rei) – Vor 25 Jahren starb Inge-Aicher-Scholl. Unvergessen ist sie – klingt paradox – als Kämpferin für den Frieden. Ein Vierteljahrhundert lang lebte sie in Rotis, einem idyllischen Weiler bei Leutkirch, den sie und ihr Mann Otl Aicher zu einem Sammelpunkt für Kreative gemacht hatten. Christine Abele-Aicher, die Schwiegertochter, hat 2012 ein Erinnerungsbuch herausgebracht, das in die Hand zu nehmen immer wieder lohnend ist.
von Thomas Vogel
veröffentlicht am 12. Oktober 2023
Oberbürgermeisterwahl

OB Hans-Jörg Henle tritt 2024 erneut an

Leutkirch – Klare Ansage: „Ich möchte diese positive Arbeit mit der Stadtverwaltung auch in Zukunft fortsetzen.“  Zum Schluss des öffentlichen Teils der Gemeinderatssitzung am Montagabend im Großen Sitzungssaal am Gänsbühl erklärte Leutkirchs OB Henle, dass er zur Oberbürgermeisterwahl im Juni 2024 noch einmal antritt. Betont lauter Beifall dazu im Rat.  In letzter Zeit stellte das Stadtoberhaupt in seiner Umgebung immer wieder die Frage: Soll er’s nach 15 Jahren nochmal ma…
Windkraft in Oberschwaben

Jetzt herrscht weitgehend Klarheit

Kressbronn – Auch wenn sich da und dort im weiteren Verfahren noch Marginalien ändern werden, so steht nun doch fest, wo in Oberschwaben künftig Windkraftanlagen errichtet werden – vorausgesetzt, die Investoren nehmen das Flächenangebot an, das der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben (RVBO) nach langem Sichtungs- und Gewichtungsverfahren festgelegt hat. Die Bildschirmzeitung (DBSZ) veröffentlicht am Ende dieses Artikels Karten von allen Standorten in ihrem Verbreitungsgebiet, entnommen der W…
Nachgefragt bei RVBO-Verbandsdirektor Dr. Wolfgang Heine

Windkraftanlagen im Hummelluckenwald und bei Alttann nicht vom Tisch

Am 25. Oktober hat der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben (RVBO) in Kressbronn die Windkraftvorranggebiete für das Verbandsgebiet – das sind die Kreise Ravensburg, Sigmaringen und der Bodenseekreis – im Entwurf vorgestellt. DBSZ-Redakteur Gerhard Reischmann hat an RVBO-Direktor Dr. Wolfgang Heine folgende Fragen gerichtet: DBSZ: Die bisherigen Suchräume für Windkraft und Freiflächen-Photovoltaik wurden von 11 Prozent der Verbandsfläche auf nun 2,15 Prozent plus 0,3 Prozent optionale Fläch…
von rei
veröffentlicht am 26. Oktober 2023

TOP-THEMEN

Leutkirch
Gedanken zu Ostern Von Bernhard Müller Kann man einem anderen zeigen will, dass er sich irrt, muss man beachten…
Wolfegg – Vor Kurzem wurde die Ausstellung „1525 – Bauernkrieg in Oberschwaben“ im Bauernhausmuseum in Wolfegg eröffnet…
Wolfegg – Mit dem Aufstand der Bauern vor 500 Jahren sei in Oberschwaben und im Allgäu Weltgeschichte geschrieben worde…

Einzelhandel, Dienstleistungen und Handwerk in Allgäu-Oberschwaben

ANZEIGE
ANZEIGE

VERANSTALTUNGEN

Leutkirch