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2. Historisches Radrennen in Wielazhofen mit 60 Teilnehmern

Über 2,2 Kilometer maßen sich die Ein-Gang-Radfahrer



Foto: Carmen Notz
Ein-Gang-Radler im Wettstreit.

Wielazhofen – Freitagabend, 17.30 Uhr – noch ist es ganz ruhig im Weiler Wielazhofen. Doch dann kommen sie nach und nach aus allen Richtungen, Radler mit Rädern, die wie aus der Zeit gefallen sind, schwer tretend, nicht so leicht, wie mit einem E-Bike der modernen Zeit. 60 Teilnehmer messen sich dann auf 2200 Metern über Feldweg und Heuballen, bis zum Ziel am Rottmar-Hof. Alle kamen gut an, trotz kleinen Hindernissen.

Los geht’s. Auf dem Podest Mitorganisator Matthias Brauchle.

Anmeldung.

Der Schützenverein Baltrazhofen-Wielazhofen hat zum zweiten Mal zu diesem Historischen Radrennen eingeladen. Waren es 2023 nur rund 30 Teilnehmer, hatte sich die Anzahl fast verdoppelt und mit viel Freude und Spaß gingen alle auf die Strecke. Kinder, Jugendliche, Frauen, Männer und Senioren. Ganz unkonventionell war die Startlinie am Ortsausgang von Wielazhofen einfach ein Seil, doch für den Startschuss wurde extra ein Bschittrohr gezündet.

Der Startschuss-Apparat, gefertigt aus einem alten Bschitte-Verteiler.

Abkleben einer Schaltung.

Wessen Rad mehr Gänge hatte, dem wurde die Schaltung zugeklebt, nachdem sich der Radler für einen Gang entschieden hatte. Die Sammlung der Räder mutete an wie aus dem Fundbüro. So manch „alter rostiger Göppel“ war dabei, wie man sie in alten Heustadeln noch finden kann.

Mnache sagen zu diesem alten, aber fahrbereiten Rad „Göppel“.

Dann ging es auf die leicht bucklige Strecke, irgendwo waren noch einige Heuballen zu überwinden, bevor die mutigen Radler wieder auf dem Feldweg bei der Antonius-Kapelle nach Wielazhofen zurückkamen. Nun musste man nur noch den Buckel hinauf zum Rottmar-Hof, wo das Ziel eingerichtet war. Zuschauer am Wegesrand feuerten die Radler an. Manche kamen in rasantem Tempo an, schwer schnaufend, manch einer ließ sich Zeit, denn die Gaudi war die Hauptsache bei diesem Rennen. Es waren sogar sieben Tandem-Räder dabei und so mancher Radler hatte historische Klamotten an oder kam sogar in Tracht mit weißem Hemd und Hut.

Lange wurde gefachsimpelt, die Räder bestaunt, ein Bierle getrunken, bis es dann zur Siegerehrung in Rottmars Stadel ging. Die Radler kamen nicht nur aus Wielazhofen, sondern aus verschiedenen Teilorten und Leutkirch. Folgende Plätze wurden vergeben:

1    Sebastian Prinz
2    Manfred Heinz
3    Frank Schugg
4    Julian Graf
5    Luis Waizenegger

Beste Dame:
Natalie Gegenbauer

Bestes Tandem:
Silke und Ali Schöllhorn

Bester 65 plus:
Jürgen Rottmar

Schlusslicht:
Tandem mit Roman Albrecht und Samuel Schönmetzler

Danach ging es rund im Stadel und es wurde bis tief in die Nacht hinein gefeiert. Bestimmt gibt es nächstes Jahr eine neue Auflage des Historischen Radrennens von Wielazhofen.  
Text und Fotos: Carmen Notz

Viele Bilder in der Galerie



BILDERGALERIE

Fotos: Carmen Notz

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