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Musiker sorgten für ein abwechslungsreiches Programm

Volles Haus beim diesjährigen Palmsonntags-Frühlingskonzert des MV Arnach



Foto: Uli Gresser
Mit 69 Musikern stand Dirigent Berthold Hiemer auf der erweiterten Kursaalbühne.

Arnach – Berthold Hiemer, der musikalische Leiter des Musikvereins Arnach, hatte mit seinen 69 (!) Musikern dafür ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das er auch selbst mit einleitenden Texten vorstellte.

„The new Village von Kees Vlak“ ist eine konzertante Auftragskomposition für das 15. Niedorp-Festival der Provinz Nordholland des renommierten Komponisten. Sie wurde am 27. November 1993 uraufgeführt.

In einem weiten, waldreichen Land siedelten Menschen und gründeten ein Dorf. Doch räuberische Stämme und die Naturgewalt des Meeres stellten eine fortwährende Gefahr für die wachsende Siedlung dar. Im Verlauf der Geschichte musste das Dorf immer wieder neu aufgebaut werden, doch die Bewohner ließen sich nicht entmutigen. Das „Neue Dorf“ entstand mit prächtigen Wohnhäusern, Schulen und Kirchen. Wohlstand und ein reiches Gemeindeleben entwickelten sich. Die Vergangenheit verblasste. Nur Feste und Jahrmärkte, bei denen es häufig ausgelassen zugeht, erinnerten an die ferne alte Zeit. Es war daher kein Zufall, dass der Komponist dasselbe musikalische Thema verwendete, um die turbulenten Zeiten der Vergangenheit und die Stimmung der Jahrmärkte darzustellen.

„The seventh Night of July“ ist ein Stück des japanischen Komponisten Itaru Sakai, das mit Höchstschwierigkeiten gespickt ist und einigen Registern alles abverlangte. Es beschreibt die Geschichte eines Liebespaares in der Galaxie, das sich – durch die Milchstraße getrennt – nur einmal im Jahr in der Nacht vom 7. Juli sehen kann. Es ist das Stück, mit dem die Arnacher beim Wertungsspiel im Mai in Waltershofen antreten werden.

„Sea of Wisdom“ „See der Weisheit“ hieß das nächste anspruchsvolle Stück, auch dessen Komponist Daisuke Shimizu kommt aus Japan. Es beschreibt die wunderschöne Landschaft seiner Heimat.

Die Sinfonie Nr. 1 basiert auf der 1955 erstmals veröffentlichen literarischen Trilogie von J.R. Tolkien „Herr der Ringe“. Die Arnacher Musiker spielten von dem fünfsätzigen Werk von Johan de Meij, das 1988 uraufgeführt wurde, den fünften Satz „Hobbits“. In diesem wird das sorgenfreie, optimistische Wesen der Hobbits in einem fröhlichen Volkstanz dargestellt, während die Entschlusskraft und der Edelmut des Hobbit-Volkes ihren musikalischen Niederschlag in einer strahlenden Hymne finden, welche sich aus dem Volkstanz entwickelt.

Mit den besten Melodien aus „Das Phantom der Oper“, dem erfolgreichsten Musical aller Zeiten, das 1986 uraufgeführt, seitdem in 27 Ländern 130 Milllionen Besucher anlockte, kamen die Musiker zurück aus der Pause. Da hieß es für die Konzertbesucher eine Viertelstunde lang „Zurücklehnen und Genießen“, für die Musiker dagegen volle Konzentration beim der Oberstufe zugerechneten Arrangement von Johan de Meij mit „Angel Of Music – The Music Of The Night – Notes – Think Of Me – All I Ask Of You – The Phantom Of The Opera – Wishing You Were Somehow Here Again“

Mit Coldplay in Symphony wandten sich die Musiker um Berthold Hiemer den Modernen Popsongs zu. Bei seinem Arrangement kombiniert der belgische Komponist Bert Appermont, der vor allem durch seine Orginalwerke für Blasorchester bekannt geworden ist, seinen filmischen und sinfonischen Kompositionsstil mit den genialen melodischen Elementen der größten Hits von Coldplay: „Viva La Vida“, „Sky Full of Stars“, „Clocks“ und „The Scientist“. Coldplay mit einer sinfonischen Note, ein Leckerbissen für das jüngere Publikum!

Mit der Rockballade „Run“ der britischen Alternative Rock Band Snow-Patrol, das Leona Lewis mit ihrem Cover 2008 berühmter machte als das Original aus dem Jahre 2004, wollte der Musikverein Arnach im Arrangement von Erwin Jahreis den langen Konzertabend eigentlich beenden. Doch weil die Kapelle mit Sängerin Lisa Gottschling den Song in so phantastischer Weise interpretierte, forderte das fachkundige Publikum direkt eine spontane Zugabe von diesem Song. Und wollte angesichts der gesamten Konzertleistung noch eine weitere Zugabe, das es in Form des Konzertmarsches „Im Eilschritt nach St. Peter“ auch noch erhielt.

Zuvor dankte Stefanie Jöchle vom Vorstandsteam noch Dirigent Berthold Hiemer für sein großes Engagement in der Vorbereitung des Konzertes.

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Fotos: Uli Gresser

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