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Letzte Amtsperiode von Vorstand Hubert Sing

VdK-Ortsverband Bad Wurzach hielt diesjährige Hauptversammlung im Kursaal



Foto: Uli Gresser
Der Kreisvorsitzende Karl-Friedrich Essig (stehend) leitete die Neuwahl des Vorstandes, wobei 1. Vorstand Hubert Sing (orangener Pullover) zuvor erklärt hatte, dass dies seine letzte Amtsperiode sein werde

Bad Wurzach – Der Ortsverband des Sozialverband VdK hielt seine diesjährige Jahresversammlung in Anwesenheit von Bürgermeisterin Alexandra Scherer und des stellvertretenden Kreisverbandsvorsitzenden Karl-Siegfried Essig im Kursaal ab. Bei den fälligen Wahlen, durch die alle Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt wurden, gab Vorstand Hubert Sing bekannt, dass dies seine letzte Amtsperiode werden würde.

Der VdK-Ortsverband legte den Termin seiner Hauptversammlung auf diesen sehr späten Termin, weil die Versammlung unbedingt im Saal des im September neueröffneten Restaurant Torfstechers stattfinden sollte.
Vorstand Hubert Sing übergab gleich nach der Begrüßung der 47 stimmberechtigten Mitglieder, darunter auch Ehrenmitglied Maria Titze, das Wort an die Bürgermeisterin für deren Grußwort.
Scherer erklärte, der VdK sei ein sehr wichtiger Verein, weil die Schere zwischen Arm und Reich immer größer werde. Sie hoffe, dass es einen Sozial-Verband wie den VdK irgendwann nicht mehr brauche.

Dass aktuell genau das Gegenteil der Fall ist, kritisierte Vorstand Hubert Sing zu Beginn seines Rechenschaftsberichtes. „Es ist ein unhaltbarer Zustand, wie langsam manche Ämter arbeiten, so dass viele Berechtigte ihre Bescheide nicht mehr erleben.“ Kriege, Altersarmut, Pflegenotstand begleiteten den Alltag, „all das merken wir in unserem Geldbeutel.“ Er bezweifelte, dass ein Regierungswechsel nach der Bundestagswahl große Veränderungen bringen werde.

Innerhalb des Ortsverbandes dankte er für die gute Zusammenarbeit. Bei der Mitgliederentwicklung konnte er zwar einen positiven Trend vermelden – das heißt, es gab mehr Neumitglieder als Austritte – allerdings musste sich der VdK Ortsverband bereits wie im Vorjahr von neun verstorbenen Mitgliedern verabschieden. Er bat darum, sich für deren Andenken von den Plätzen zu erheben.

Schriftführer Wolfgang Tettmann ging in seinem Bericht noch einmal auf die letztjährige Hauptversammlung ein, bei der u. a. auch über eine Neubelebung des Vereinslebens nach Corona gesprochen worden war. Die Fahrt mit dem Torfbähnle mit anschließender Einkehr im „Wurzelsepp“ wurde danach organisiert.

Für Hanne Berle, die im letzten Jahr den Posten als Kassier übernommen hatte, wurde die diesjährige Hauptversammlung zur Premiere. Sie durfte ihren ersten Rechenschaftsbericht vortragen. Nach Abzug aller Kosten hatte der Verein am Ende des Jahres 2023 ein Plus im höheren dreistelligen Bereich in seiner Kasse. Klaus Eisele, der gemeinsam mit Maria Angele die Kasse geprüft hatte, bescheinigte der neuen Kassierin eine saubere Kassenführung, so dass Karl-Siegfried Essig, als Wahlleiter die Entlastung des Vorstandes vorschlagen konnte, der die Versammlung per einstimmigem Votum folgte.

Wahlen

Bei der Neuwahl der Vorstandsmitglieder wurden alle Mitglieder des Vorstandsteams in offener Wahl einstimmig wiedergewählt. Erster Vorstand bleibt noch „für ein letztes Mal“ Hubert Sing, für den der Verein eine Herzensangelegenheit ist. Seine Stellvertreterin bleibt Hedwig Forderer, Kassier Hanne Berle und Schriftführer Wolfgang Tettmann. Edith Boos wurde als Frauenvertreterin ebenso wiedergewählt wie Wolfgang Tettmann als Vertrauensperson für Behinderte. Als Beisitzer wurden Elisabeth Nowey, Hubert Stölzle, Hans Breitinger und Gabriele Minsch ebenso in ihrem Amt bestätigt wie die beiden Kassenprüfer.

Ehrungen

Nach den Wahlen konnte Hubert Sing noch zwei langjährige Mitglieder für 10 Jahre Treue zum VdK Ortsverband Bad Wurzach auszeichnen. Petra Egli und Günter Fink wurden mit der silbernen Treuenadel des VdK-Landesverbandes für 10 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Genau mit dieser Ehrung begann der stellvertretende Kreisvorsitzende Karl-Friedrich Essig seinen Bericht aus den Verbänden. Diese Ehrung sei zu teuer und zeitaufwendig, daher würde diese abgeschafft, hat die Konferenz des Landesverbandes beschlossen. Noch eine weitere schlechte Nachricht hatte er für die Mitglieder: Der vom Landesverband festgelegte Beitrag erhöht sich. Der Kreisverband, der bisher auf seinen Anteil verzichtet hatte, wird dies zukünftig nicht mehr tun. „Auch dieser muss irgendwie leben.“

Aber er hatte auch gute Nachrichten für die Bad Wurzacher Mitglieder. Allein in Baden-Württemberg hat die Rechtsschutzabteilung des VdK im vergangenen Jahr 17,5 Millionen € für seine Mitglieder erstritten. Der VdK in Baden-Württemberg hat über 140.000 Mitglieder, der Kreisverband 6367 Mitglieder und beim Ortsverband Bad Wurzach sind aktuell 318 Mitglieder gemeldet.

Hubert Sing versprach in seinem Schlusswort, dass der Verein im kommenden Jahr wieder mehr Angebote für die Mitglieder machen werde, damit der Zusammenhalt wieder besser werden soll.




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