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Silvesterkonzert in St. Verena

Ulmschneider, Häusle und Schad bescherten den Zuhörern einen wunderbaren Jahresausklang



Foto: Ulrich Gresser
Hermann Ulmschneider, Martin Schad und Robert Häusle (von links) bei ihrem einzigen Stück, bei dem alle Musiker fürs Publikum sichtbar waren (ansonsten spielte Robert Häusle die große Kirchenorgel).

Bad Wurzach – Bereits zum 15. Mal fand am Silvesternachmittag das immer mehr an Beliebtheit gewinnende Konzert zum Jahreswechsel mit zwei Trompeten und Orgel in der Stadtpfarrkirche St.Verena in Bad Wurzach statt. Die beiden Trompeter Hermann Ulmschneider und Martin Schad konzertierten gemeinsam mit Robert Häusle (an der Orgel) und bescherten den Zuhörern in der nahezu vollbesetzten Kirche einen wunderbaren musikalischen Ausklang des alten Jahres.

Mit den festlichen Klängen des „Einzugs der Königin Saba“ aus der Oper Salomon von Georg Friedrich Händel eröffneten sie traditionsgemäß auch das diesjährige Silvesterkonzert. Ähnlich festlich gestimmt ging es mit dem eigentlich als Oboenkonzert konzipierten „Concerto in C-Dur á 5 op.9“ (Allegro – Adagio –Allegro) des italienischen Barockkomponisten Tommaso Albinoni (1671-1751) weiter.

Robert Häusle spielte bei diesem Silvesterkonzert als Solist die Sonate Nr. 4 B-Dur op. 65, von Felix Mendelssohn Bartholdy – zunächst die Sätze Allegro con brio und während die Trompeter sich auf den Weg in den Chorraum machten, den Satz Andante religioso. Danach bei deren Aufstieg zur Empore den 3. Satz Allegretto des trotz seines nur 39 Jahren währenden Lebens sehr produktiven Komponisten der Romantik aus Hamburg. Und schließlich als vorletztes Stück des Programmes den Satz „Allegro maestoso e vivace“.

Musikalisches Frage- und Antwort-Spiel

Spielten die drei die meiste Zeit auf der Orgelempore, also im Rücken der Zuhörer, war dies beim Concerto Nr. 3 (Allegro – Grave – Allegro) des italienischen Barockkomponisten Giuseppe Aldrovandini (1665 – 1707) anders. Hier konzertierten die drei Musiker vom Chorraum aus – sozusagen im Angesicht des Publikums. Während sich Robert Häusle nach dieser Komposition bereits wieder auf den Weg hinauf zur großen Kirchenorgel machte, boten die beiden Trompeter bei der Eigenkomposition von Hermann Ulmschneider „Signale für zwei Trompeten“ mit ihrem musikalischen Frage- und Antwort-Spiel von den Seitenaltären noch einen kleinen Showeffekt.

Den Schwerpunkt des Konzerts bildeten also barocke Werke wie etwa das Concerto in D-Dur von Jean-Baptiste Loeillet mit den Sätzen Adagio – Allegro – Grave – Allegro, die nicht nur durch ihre Klangfülle bestechen, sondern sich auch auf Grund der vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten größter Bekanntheit und Beliebtheit erfreuen. So hat sich auch das Concerto in C-Dur des venezianischen Komponisten und Violonisten Antonio Vivaldi zu einem wahren Gassenhauer entwickelt, mit dem die drei Musiker ihr Konzert beenden wollten. Da war es natürlich kein Wunder, dass die große Zuhörerschaft noch nicht genug gehört hatte und mit langanhaltendem Applaus noch eine Zugabe wünschte.

Händels „Wassermusik“ als Zugabe und Omen

Mit Händels weltberühmter Wassermusik als Zugabe beschlossen die drei Musiker das diesjährige Konzertprogramm dann endgültig. Ob es wohl an dieser Musik lag, für die Besucher hatte Petrus nach dem Ende des Konzertes in St. Verena noch eine besondere Überraschung parat: Es regnete nach dem Konzert dicke Tropfen vom Himmel.

Viele Bilder im Bilderalbum



BILDERGALERIE

Fotos: Ulrich Gresser

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