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„Diese Kooperation war mir eine Herzensangelegenheit“

Schulen des Schulzentrums schließen mit IfsB eine Bildungspartnerschaft



Foto: Ulrich Gresser
Die Schulleiter des Schulzentrum trafen sich mit der Spitze des Institutes für soziale Berufe (IfsB). Vorne am Pflegebett die städtische Karrierrebegleiterin Hildegard Mühler. Unser Bild zeigt von links Kira Stellmann (SBBZ), Geschäftsführer Tom Dickmann und Schulleiter Jörg Schmal (beide vom IfsB-Standort Bad Wurzach (2. und 3. von links), Julia Kiebler (Werkrealschule), Karolin Prinz (SBBZ) und Dietmar Schiller (Realschule).

Bad Wurzach – Das SBBZ (Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum), die Werkrealschule und die Realschule schlossen an diesem Montag (27.11.) mit dem IfsB (Institut für soziale Berufe), das in Bad Wurzach im Schloss die Pflegeschule betreibt, jeweils eine Bildungspartnerschaft ab.

Tom Dickmann, der Geschäftsführer des IfsB, das in Ravensburg, Ulm, Wangen und Bad Wurzach Schulstandorte mit insgesamt rund 2000 Auszubildenden hat, freute sich bei seiner Begrüßung, dass es gelingen konnte, durch die Verknüpfung mit den Schulen die Zukunftsfähigkeit des Pflegeberufes auf eine breitere Basis zu stellen.

„Der Pflegeberuf hat Zukunft“

Auch Jörg Schmal, der neue Schulleiter des IfsB-Standortes Bad Wurzach, hatte Positives zu vermelden: Seine Schule hatte – wider Erwarten – für das laufende Schuljahr einen Schülerzuwachs zu verzeichnen, obwohl man eher mit einer Stagnation gerechnet hatte. Die schon länger existierende Kooperation zwischen den Schulen wurde nun mit der Vertragsunterzeichnung auch amtlich fixiert. Am Standort Bad Wurzach werden drei Berufszweige gelehrt: Pflegefachfrau/-mann, Altenpflegehelfer/in und Heilerziehungspfleger/in. „Der Pflegeberuf ist abwechslungsreich, verantwortungsvoll, zukunftssicher und er bietet Weiterbildungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen. Schmal warf auch einen Blick in die Zukunft: Der Beruf der Pflegerin und des Pflegers ist zukunftssicher, denn allein bis 2035 fehlen den Prognosen zufolge 4,5 Millionen Pflegekräfte in Deutschland.

Berufsorientierung für Schüler/innen

Durch die Bildungspartnerschaften erwartet das IfsB Theorie- und Praxistransfers auf beiden Seiten. Die Schüler erhalten seitens des IfsB Berufsorientierung, in einer Unterrichtseinheit an der Schule Informationen zu den Berufsbildern, können sich an einem Berufstag und Praxisworkshop orientieren. Das IfsB hat Gelegenheit, sich auf dem Markt der Berufe zu präsentieren. Bei einem Bewerbungstraining haben die Schüler Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und ihre Bewerbungsmappen checken zu lassen.

Rektorin Kiebler würdigte den Einsatz von Hildegard Müller

Während Jörg Schmal sich froh zeigte, dass die Schulen nun vernetzt sind, betonte Julia Kiebler, die Schulleiterin der Werkrealschule, die enorm wichtige Rolle, den die Karrierebegleiterin des Schulzentrums Hildegard Mühler bei diesem Prozess spielte, ohne deren Hartnäckigkeit es nicht zu den Vertragsunterzeichnungen gekommen wäre. „Das Problem heutzutage ist der Überfluss an Ausbildungsmöglichkeiten, der die Schüler überfordert, daher ist ihre Arbeit nicht hoch genug einzuschätzen.“ Auch Jörg Schmal und Tom Dickmann stießen in das gleiche Horn: „Die Stadt und die Schulen können sich glücklich schätzen, eine so kompetente Karrierebegleiterin und Beraterin zu haben.“ Hildegard Mühler selbst meinte dazu: „Diese Kooperation war mir eine Herzensangelegenheit.“

Aus- und Weiterbildung

In den Vereinbarungen werden von Schule zu Schule in unterschiedlichen Klassenstufen (Realschule 9.Klasse, Werkrealschule 8. Klasse) Unterrichtseinheiten zur Information zu den Pflegeberufen durch das IfsB durchgeführt. An der Werkrealschule beteiligt sich das IfsB zum Beispiel am Berufswahlcamp der Klasse 7. Es präsentiert die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten an beiden Schulen auf dem „Markt der Berufe.“ Beim SBBZ lernen die Schüler im Rahmen der Berufswegeplanung verschiedene Berufe der Vertragspartner kennen. Das IfsB ist bereit, bei der Elternarbeit mit Vorträgen und Info-Veranstaltungen mitzuwirken und präsentiert den Schüler/innen mehrere Berufsfelder. „Außerdem bietet das IfsB einen Projekttag im Institut an“, heißt es unter anderem in den jetzt unterzeichneten Vereinbarungen.




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