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Fasnetseröffnung

Riedmeckeler standen im Regen



Foto: Ulrich Gresser
Das Moorweible betritt die Szene.

Bad Wurzach – Lange ließ der Regen im November auf sich warten, doch ausgerechnet exakt als die Kirchenglocken von St. Verena an diesem 11.11. zum Gebets-Läuten ansetzten und der Fanfarenzug durch die „Nebelpforte“ bei der Bad-Wurzach-Info schritt, um die Fünfte Jahreszeit einzuläuten, öffnete auch der Himmel seine Schleusen.

Die Glockenschläge von Hells Bells waren danach der traditionelle Startschuss für die Fasnetseröffnung der Bad Wurzacher Narrenzunft D´Riedmeckeler, die in diesem Jahr schließlich in einem ziemlich nassen Rahmen ablief. Zunftmeister Dominik Neher war also gemeinsam mit seinem Elferrat gefordert, das Spektakel rasch über die Bühne zu bringen, zumal sich auch Bürgermeisterin Alexandra Scherer zu den zahlreichen, rasch durchnässten, Zuschauern dazu gesellte.

Zunftmeister Dominik Neher

Zunftmeister Dominik Neher trug die traditionellen Geschichten und Sagen zu den einzelnen Narrenfiguren vor, während diese dann durch einen Vorhang aus Stoff und künstlichem Nebel ins Rampenlicht vor die kleine Bühne zu Füßen von St. Verena und Maria Rosengarten traten. Beginnend mit dem Namensgeber der Zunft, dem Riedmeckeler, dem das Moorweibla, die Burgfrau und das Schnepfle in seinem in den Stadtfarben gehaltenen „Federkleid“ folgten. Mit bei den Moorweibla dabei: Die Zunftfahne, auf die später die Täuflinge der Zunft die Treue schwören durften.

Den Abschluss machten dann die wilden Muetes, die an diesem Abend wohl dem Regen am besten trotzten, da sie die zahlenmäßig größte Gruppe bildeten. Bei einigen fetzigen Musikstücken des Fanfarenzuges wurde das Gschell von Riedmeckeler und Muetes aber doch noch „entstaubt“ und die Hästräger brachten sich damit für die neue Fasnetssaison in Stimmung, die dieses Mal am 5. März mit der Aschermittwoch-Geldbeutelwäsche und dem letzten Arbeitseinsatz enden wird.

Die diesjährigen Neuaufnahmen

Mona Schwarz, Michael Fuchs und Lucie Schütt waren die diesjährigen Neuaufnahmen. Die Täuflinge bekamen dazu eine Kopfdusche, die in diesem Jahr eigentlich beinahe überflüssig war, mit einem Schöpflöffel aus Holz, aus einem Eimer gefüllt mit feinstem Achwasser. Bevor sie einen kräftigen Schluck eines Spezialgebräus und einen ordentlichen Schluck von einem Hochprozentigen zu sich nehmen durften, mussten sie die Eidesformel auf den Narrenverein schwören. Darin heißt es unter anderem: „Hiermit schwöre ich, dass ich nach bestem Wissen und Gewissen für die Belange der NZ Bad Wurzach einstehe, aktiv am Vereinsleben teilnehme und versuchen werde, ein vorbildliches Mitglied zu sein“. Mit einem Kuss auf die Vereinsfahne wurde ihre Mitgliedschaft endgültig besiegelt.

Ein wenig schade war, dass die meisten Zuschauer sich kurz danach schon in wärmere Gefilde aufmachten. Einerseits zwar verständlich, weil sie doch ziemlich durchnässt waren, andererseits trotzdem schade, weil sich die Köch(innen) der Zunft viel Mühe mit dem Backen von Zelten und der Vorbereitung von heißen Getränken gemacht hatten, die sie nun selbst konsumieren durften oder mussten.

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Fotos: Ulrich Gresser

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