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Public Viewing im Kursaal

Lob für die Organisatoren der Genossenschaft



Foto: Ulrich Gresser
Wegen der frühen Anstoßzeit war es natürlich auch ein Fest für die Kinder.

Bad Wurzach – Nach dem gelungenen EM-Auftakt– auch beim Public Viewing im Kursaal – hieß es am Mittwoch wieder in voller Montur und „Kriegsbemalung“ zum zweiten Teil der Titelmission beim Spiel gegen Ungarn anzutreten.

Und weil dieses Mal der Anpfiff bereits um 18.00 Uhr war, wurde das Spiel mit Public-Viewing zu einem großen Familienfest, bei dem zahlreiche Kinder durch den Saal wirbelten, nachdem sie zuvor beim Kinderschminken mit schwarzrotgoldenen Flaggen, Streifen und vielem mehr verziert worden waren.

Dass das Spiel in Stuttgart nach der Eröffnungsgala der deutschen Mannschaft eher zu einem Spiel der Kategorie „Schwerarbeit“ werden würde, wurde schon wenige Sekunden nach dem Anpfiff deutlich, als der im Vorfeld der EM-oft gescholtene deutsche Torwart erstmals eingreifen musste, so dass vielen Zuschauern im Saal fast das Herz stehen blieb.

Umso erleichterter waren dann alle, als Jung-Talent Musiala in seiner Geburtsstadt mit seinem ersten Torschuss in diesem Spiel die Führung für Deutschland erzielte. Dennoch taten sich die Mannen von Bundestrainer Julian Nagelsmann im Verlauf der ersten Halbzeit weiter schwer. Die Ungarn waren der erwartet schwere und unbequeme Gegner und kamen durch ihr schnelles und direktes Spiel zu einigen Torchancen. Doch auch die deutsche Elf erspielte sich die Chancen zu erhöhen. Einmal brandete schon Jubel auf, als der Regisseur der Übertragung unglücklich schnell umschnitt, als Musiala in der 44. Minute einen Schuss ans Außennetz pfefferte.

Erst der Umschnitt auf den bedröpelt dreinschauenden Musiala machte klar, dass es kein Tor gewesen sein konnte. Doch beinahe hätten die Ungarn den Zuschauern im Saal der Kulturschmiede Kurhaus die Pause gründlich vegällt, als Sallai in der Nachspielzeit den vermeintlichen Ausgleich erzielte. Als nach dem Videocheck des Schiedsrichters richtigerweise auf Abseits entschieden wurde, konnte man im Saal beinahe halbe Berge vom Herzen purzeln sehen und beinahe hören.

Während der Fan-Nachwuchs zum Großteil die Pause nutzte, um sich im Möwenbrunnen, der zweieinhalb Wochen zuvor noch bis zum Rand mit Wasser aus dem Ried gefüllt war, „abzukühlen“, sorgten die Erwachsenen für Getränkenachschub und nachdem es dieses Mal auch einen Grillwagen gab, für die eine oder andere Stadionwurst.

Als dann in der zweiten Halbzeit die deutsche Abwehr wegen ihrer offensiven Einstellung hin und wieder zu wackeln begann und sich erste Sorgenfalten auf den Gesichtern der „öffentlichen Zuschauer“ breit machten, wie etwa beim clever erspielten Kopfball von Vargas in der 60. Minute, gegen den selbst Neuer machtlos gewesen wäre, da ging der deutsche Kapitän Ilkay Gündogan mit gutem Beispiel voran. Nach einer perfekten Flachpass-Vorlage vom linken Flügel durch Mittelstädt nahm dieser den Ball mit perfekter Schusstechnik volley und ließ damit nicht nur die Arena in Stuttgart jubeln, sondern auch die schwarz-rot-goldene Party in der Kulturschmiede weitergehen.

„Das war genau zum richtigen Zeitpunkt“ fand nicht nur Reporter Tom Bartels, sondern auch die rund zweihundertfünfzig Gäste im Saal. Damit, da waren sich alle einig, war auch dieses durchaus bis dahin spannende Spiel so gut wie gewonnen.

Gewonnen hatten auch die Veranstalter um Bernhard Schad, Sascha Dargel und Petra Springer. Nämlich mit Umsetzung der Erfahrungen der ersten Veranstaltung. „Die haben die Veranstaltung schon viel besser organisiert als am Sonntag, “ kommentierte ein Besucher die Leistung der Organisatoren. Das lässt für den kommenden Sonntag hoffen, wenn es für Deutschland um den so wichtigen Gruppensieg gegen die Schweiz geht.
Viele Bilder in der Galerie



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Fotos: Ulrich Gresser

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