Zum Hauptinhalt springen
Symbolischer Spatenstich unter namhafter Beteiligung

Grünes Licht für schnelles Internet in der großen Flächengemeinde Bad Wurzach



Foto: Uli Gresser
Symbolischer Spatenstich in Arnach. Unser Bild zeigt (von links): Manfred Braun (Ortschaftsrat Arnach), Oliver Spieß (Verbandsvorsitzender Zweckverband Breitbandversorgung Landkreis Ravensburg), Klaus Schütt (CDU, Gemeinderat Bad Wurzach), Gisela Brodd (Freie Wähler, Gemeinderat Bad Wurzach), Benjamin Strasser (FDP, MdB, Staatssekretär) Josef Rief (CDU, MdB), Petra Krebs (Grüne,  MdL), Raimund Haser (CDU, MdL), Yvonne Reich (CDU, Gemeinderat Bad Wurzach), Gebhard Baumann (Stellvertretender Ortsvorsteher Arnach), Karl-Heinz Buschle (Freie Wähler, Gemeinderat Bad Wurzach), Bahattin Erdogan (Bauleiter Aytac Bau), Lars Grathwohl (Fa. RBS Wave), Wolfgang Abele (Ortschaftsrat Arnach), Stefan Kunz (Stadtkämmerer Bad Wurzach), Berthold Leupolz, Cecile Höllmüller, Michaela Schuh (alle Liegenschaftsverwaltung der Stadt) und Bürgermeisterin Alexandra Scherer.

Arnach – Mit einem symbolischen Spatenstich neben der Turn- und Festhalle Arnach wurde am Mittwoch (27.3.) das Jahrhundertprojekt Glasfaserversorgung im Bereich Bad Wurzach förmlich gestartet. Der Festakt „Weißes Fleckenprogramm“ fand in der Halle Arnach in Anwesenheit der Bundestagsabgeordneten Anja Reinalter (Grüne), Josef Rief (CDU) und Benjamin Strasser (FDP) und der Landtagsabgeordneten Petra Krebs (Grüne) und Raimund Haser (CDU) statt.

Politprominenz in Arnach. Unser Bild zeigt von links nach rechts den Bundestagsabgeordneten Josef Rief (CDU), Staatssekretär Benjamin Strasser MdB (FDP), den Landtagsabgeordneten Raimund Haser (CDU), die Landtagsabgeordnete Petra Krebs (Grüne), die Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Anja Reinalter (Grüne)mit Bürgermeisterin Alexandra Scherer, dem stellvertretenden Ortsvorsteher Gebhard Baumann und dem Vorsitzenden des Zweckverbandes Breitband im Kreis Ravensburg, Oliver Spieß. Foto: Uli Gresser

Oliver Spieß, der Vorsitzende des Zweckverbandes Breitbrandverbandversorgung im Landkreis Ravensburg „Oberschwaben.net“, freute sich, dass es nach 14 Jahren Arbeit am Glasfaserausbau nun gelungen sei, dass alle Gemeinden des Landkreises mit im Zweckverband dabei sind. Er dankte dem Land und dem Bund, ohne deren 40-Prozent- bzw. 50-Prozent-Förderung dieses Bauvolumen nicht zu stemmen gewesen wäre. Dass Probleme im ländlichen Raum nicht ausbleiben, sei allen klar. Aber man verfolge das Ziel der flächendeckenden Versorgung unbeirrt.

Der Bundestagsabgeordnete Josef Rief sagte in seinem Grußwort, als er vor 15 Jahren erstmals gewählt wurde, seien 2 MBit die maximale Geschwindigkeit gewesen. 2015 sei die Gigabit-Strategie ausgerufen worden „Wasser, Strom, Straße sind Aufgaben der öffentlichen Hand. Glasfaser ist nur durch große Förderung möglich.“ Die Pandemie habe gezeigt, wie weit Deutschland hinterherhinkt. „Deswegen brauchen wir den Glasfaserausbau bis zu jedem Haus und dürfen nicht nachlassen. Denn ein schnelles Internet ist ein wichtiger Standortfaktor.“

Elena Clesle vom Projektträger Breitbandförderung des Bundes sprach die Herausforderung beim Ausbau in der sehr großen Flächengemeinde Bad Wurzach an: „Deshalb ist der Ausbau mit 29 Millionen Euro hier auch so teuer.“

Raimund Haser, Mitglied des Landtags, setzte das nominell 40 % Fördervolumen des Landes prozentual in Relation zum jeweiligen Gesamtetat, so dass der Anteil des Landes höher als der des Bundes zu bewerten sei. Seit 2016 sei fast eine halbe Milliarde allein in den Landkreis Ravensburg geflossen. „Glasfaser ist auch für Bad Wurzach wichtig, um die große Stärke der Flächengemeinde zu erhalten: die Dezentralität.“

Allein 2024 fließen im Bereich Bad Wurzach 34 Millionen € in den Glasfaserausbau

Bad Wurzachs Bürgermeisterin Alexandra Scherer dankte zunächst den Projektbeteiligten. Sie fand: „Ein solches Jahrhundert-Projekt muss gebührend gefeiert werden.“  34 Millionen Euro allein für 2024 hätten den städtischen Haushalt auf ein Rekordvolumen gebracht. Bei dem jetzt begonnenen Los werden 7,93 Millionen verbaut. Der Eigenanteil der Stadt am Gesamtvolumen belaufe sich auf 6,5 Millionen. Im Gemeinderat sei es deswegen auch nicht immer einfach gewesen.

Explizit dankte Frau Scherer Staatssekretär Benjamin Strasser (MdB), ohne dessen Unterstützung auf die Stadt Zusatzkosten von bis zu einer Million Euro zugekommen wären. Insgesamt mussten und müssen die städtischen Mitarbeiter Berthold Leupolz, Edgar Kienzle, Michaela Schuh und Cecile Höllmüller gemeinsam mit den Ortsvorstehern Verträge für 411 Hausanschlüsse abschließen sowie mit 1700 Hauseigentümer verhandeln. Sie dankte den Mitarbeitern für ihren Einsatz. „Mein Dank gilt allen, die die Stadt damit zukunftsfähig machen.“
Text und Fotos: Uli Gresser

Breitband für Bad Wurzach: Über die große Infrastrukturmaßnahme freuen sich (von links): Raimund Haser, Alexandra Scherer, Josef Rief, Anja Reinalter, Petra Krebs, Benjamin Strasser und Oliver Spieß. Foto: Uli Gresser

Beachten Sie unsere Bildergalerie



BILDERGALERIE

Fotos: Uli Gresser

NEUESTE BEITRÄGE

Bad Wurzach
Projekt „Digitalpate“ gemeinsam mit dem Salvatorkolleg

Seniorenrat organisiert Hilfe bei der Benutzung von Internetgeräten

Bad Wurzach – Der Stadtseniorenrat Bad Wurzach bietet in Zusammenarbeit mit dem Salvatorkolleg eine wöchentliche Sprechstunde zur Lösung von Bedienungsproblemen mit dem Smartphone, Tablet oder Laptop an.
Leserbrief

Viel Weihrauch auf die städtische Seele

Zum Bericht „Wie aus einer Kurklinik ein Gesundheitshotel wurde“ (DBSZ vom 12. April)
von Erhard Hofrichter
veröffentlicht am 13. April 2025
Erweitertes Angebot

Der Biergarten beim „Torfstecher“ ist eröffnet

Bad Wurzach – Am 11. April wurde der Biergarten des „Torfstechers“ eröffnet. Dieser wird aus einem Selbstbedienungs-Verkaufsstand im Außenbereich betrieben, mit einer eigenen Biergarten-Speisekarte und Flaschengetränken.  „Besonders freuen wir uns, unseren Gästen mit einem modernen Pagersystem (digitale Information) den Aufenthalt noch komfortabler zu machen; sobald das Essen bereit ist, werden Gäste per Pager benachrichtigt – so lässt sich die Zeit entspannt mit einem kühlen oder warmen G…
Der SV Arnach hat 1028 Mitglieder

Simone Brandl 30 Jahre im Ehrenamt, Willi Gut und Anton Brauchle 60 Jahre dabei

Arnach – Am 28. März hielt der SV Arnach seine ordentliche Mitgliederversammlung im Vereinsraum (Alte Schule) in Arnach ab. Vorstand Berthold Schöllhorn begrüßte alle Ehrenmitglieder, das Vorstandsteam, Abteilungsverantwortliche, Übungsleiter sowie alle Aktiven und Passiven. Des Weiteren begrüßte er den neu ins Amt gewählten Ortsvorsteher Manfred Braun, die Vertreter des Fördervereins Sportjugend Arnach sowie die Vertreter der örtlichen Vereine.
Neu im Ried in Bad Wurzach

Naturschutzzentrum erhält Spende und lässt damit Relax-Liegebank aufstellen

Bad Wurzach – Sabine Krüger, wissenschaftliche Bibliothekarin an der Landesbibliothek in Stuttgart und ihr Mann Jochen, ehemaliger Biologielehrer am Gymnasium Bad Waldsee, sind vor einigen Jahren von Stuttgart nach Bad Waldsee gezogen.
ANZEIGE

MEISTGELESEN

Bad Wurzach
Kommentar

Verhandeln!

Verdun 1916. Riesige Heere liegen sich gegenüber. Kämpfen um jeden Meter. Mal gerät ein Hügel in die Gewalt der einen Seite; mal wird er von den Anderen zurückerobert. Monatelang geht das Gemetzel. Am Ende sind 400.000 Soldaten tot und geändert hat sich – nichts.
von Gerhard Reischmann
veröffentlicht am 5. Oktober 2023
Einstimmiger Beschluss

Ortschaftsrat lehnt Flüchtlingsunterbringung in der „Kanone“ ab

Arnach (rei) – In der alljährlichen Haushaltssitzung des Ortschaftsrates Arnach steht normalerweise die Vorstellung des städtischen Etats für das angebrochene Jahr im Mittelpunkt. Diesmal, am 8. Januar, kam es anders.
Leserbrief

Windkraft: Eine Hoffnung nicht nur für Wurzacher

Zum Beitrag „Windkraft am Ried: der Wert des Moores“
von Lukas Häfele
veröffentlicht am 6. Oktober 2023
Vor 25 Jahren gestorben

Inge Aicher-Scholl – die Frau, die der Erstarrung entgegentrat

Leutkirch-Rotis (rei) – Vor 25 Jahren starb Inge-Aicher-Scholl. Unvergessen ist sie – klingt paradox – als Kämpferin für den Frieden. Ein Vierteljahrhundert lang lebte sie in Rotis, einem idyllischen Weiler bei Leutkirch, den sie und ihr Mann Otl Aicher zu einem Sammelpunkt für Kreative gemacht hatten. Christine Abele-Aicher, die Schwiegertochter, hat 2012 ein Erinnerungsbuch herausgebracht, das in die Hand zu nehmen immer wieder lohnend ist.
von Thomas Vogel
veröffentlicht am 12. Oktober 2023
Leserbrief

Die Bürger werden getäuscht

Zur Diskussion um Windkraft
von Dr. Wolfgang Hübner, Bad Wurzach
veröffentlicht am 13. Oktober 2023

TOP-THEMEN

Bad Wurzach
Gedanken zu Ostern Von Bernhard Müller Kann man einem anderen zeigen will, dass er sich irrt, muss man beachten…
Bad Wurzach – Unter dem Motto „Wer steckt dahinter?“ organisiert der Handels- und Gewerbeverein Bad Wurzach für seine M…
Wolfegg – Vor Kurzem wurde die Ausstellung „1525 – Bauernkrieg in Oberschwaben“ im Bauernhausmuseum in Wolfegg eröffnet…

Einzelhandel, Dienstleistungen und Handwerk in Allgäu-Oberschwaben

ANZEIGE
ANZEIGE

VERANSTALTUNGEN

Bad Wurzach