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Fasnet

Der Musikball Eintürnen stand ganz im Zeichen der Baustellen



Foto: Ulrich Gresser
Tongebräu in Aktion mit Günter Stephan, Heinz schule, Berthold Leupold und Roland Weber.

Eintürnen – Der diesjährige Ball der Eintürner Musikkapelle stand ganz im Zeichen der vielen Baustellen, die den Eintürnern im vergangenen Jahr häufig das Leben schwer gemacht hatten.

Nach dem traditionellen Opener mit der Musikkapelle, die dabei von Rosa Schellhorn u.a. als atemlose Helene Fischer unterstützt wurde, spielte die MK Eintürnen, was das Baustellen Radio hergab: etwa den Voxx Club Hit „Rock mi“ oder ein Oberkrainer Hit, bei dem der ehemalige Vorstand Arthur Bott nach über 30 Jahren sein Comeback als Sänger gab. Kommentar von Moderator Heinz Schele dazu: „Unser Sam, zu g… fürs Altenteil.

Baustelleneröffnung

Wie es sich für eine richtige Baustelle gehört, wurde natürlich zur Einweihung besser gesagt für die Premiere von Sophia Weber als Co-Moderatorin ein rotes (weisses) Band durchschnitten, ehe sich der Vorhang das erste Mal öffnete.

Beim Sketsch mit Frank Binzer, Marianne Kugler und Hanna Traub wurde für den praktischen Schwiegersohn in spe natürlich alle Register gezogen, denn schließlich bringt der junge Mann alles mit, was man in einem Haus brauchen kann, ist er doch ein Sanitär-Fachmann. Mit der Musikparodie von Bodo am Baggerloch, die von Tabea Stephan und ihren Mädels dargebracht wurde, zeigten die Musiker neben musikalischer Geschicklichkeit auch ihr komödiantisches Talent, wo die Großen wieder Klein sein durften und die Kleinen groß.

Dorfklatsch

Der traditionelle Stammtisch mit dem Klatsch, was alles im Dorf und bei der Musik das Jahr über gelaufen ist, fand in diesem Jahr in der Mittagspause auf der Baustelle statt. Da kam der schöne Apfelbaum zur Sprache, den Josef Schele von der Musik anlässlich seines 40. Geburtstages aus der Baumschule geholt hatten und der so ein Jähes Ende fand, als Mutter Schele ihn mit dem Rasentraktor ummähte. Oder die Registerprobe, in der in zwei Stunden zwei Stücke einstudiert wurden, die dann, weil jemand bei der Besprechung mit dem Dirigenten „it glosad hot“ , die einzigen waren, die nicht beim Konzert zur Aufführung kamen. Oder die Geschichte vom High-Tech Tesla, der ohne Handy nicht funktioniert. Nur dumm, wenn dann das Handy auf dem Beifahrersitz liegt, das Auto abgesperrt ist und der Fahrer draußen steht.

Wie ungeduldig die Leute heutzutage sind, kam im Song von Flori Weber gemeinsam mit Rosa Schellhorn, Lena Kugler und Tabea Stephan und noch einmal Arthur „Sam“ Bott beim Entschuldigungs-Song zum Ausdruck, der keiner war. Denn dessen Refrain lautete nämlich: „Entschuldigung, das dauert viel zu lang.“ Das übliche Männerballett war in diesem Jahr etwas handfester: da tanzten lauter gestandene Handwerker-Mannsbilder mit fröhlichem Hüftschwung über die Bühne und zeigten, dass auch schwerarbeitende Baustellenarbeiter eine gewisse Eleganz ausstrahlen können…

Sänger-Quartett

Immer wenn Tongebräu die Bühne betreten, weiß der geneigte Ballbesucher dass a.) das Programm des Musikballes langsam zu Ende geht, und b.) die Besucher etwas ganz besonderes erwartet. So auch in diesem Jahr: Trotz rustikaler Baustellen-Werkzeuge rings um das Sänger-Quartett mit Günter Stephan, Heinz Schele, Berthold Leupolz und Roland Weber sowie Dirigent Alexander Dreher, der an der Gitarre den Sängern Rhythmus-technisch den Weg wies, zeigten die Sänger mit feinen Tönen und teilweise makabren Texten bei ihrem vom Pleitegeier umkreisten Hausbau eine mitreißende Performance. Dass dabei auch manches zweckentfremdete Instrument den an sie gestellten Ansprüchen nicht standhielt, wie der Keramikübertopf , what shall´s!

Doch damit war noch lange nicht Schluss. Denn mit ihrem Werkzeugkistengeklapper sorgte eine rhythmisch begabte Truppe der Kapelle für einen Abschluss mit Knalleffekt. Ein Wunder, dass alle Akteure an diesem Abend gesund und ohne gequetschte Fingerspitzen auf der Bühne knieten. Wer einmal seine Finger in eine der scharfkantigen klappbaren Metallboxen gebracht hat, kann diese Überlegung nachvollziehen.

Kostümprämierung

Ein eindeutiges Ergebnis brachte die Kostümprämierung einer ganzen Familie: Die Frau mit einem Fragment eines Liebher-Baukranes, der Mann als Leucht-Pylone, mit denen Baustellen abgesichert werden. Und das Kind hatte verdächtige Ähnlichkeit mit den Blauen Boxen, die man auf Baustellen immer herumstehen sieht, für den der Engländer die Bezeichnung „Restroom“ hat.

Viele Bilder in der Galerie



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Fotos: Ulrich Gresser

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