Zum Hauptinhalt springen
Weihnachtsmarkt und Advent können kommen

Der große Christbaum beim Rathaus steht



Foto: Ulrich Gresser

Bad Wurzach – Mithilfe eines Autokranes und zahlreichen helfenden Händen des städtischen Bauhofes konnte – traditionsgemäß am Mittwoch vor dem Weihnachtsmarkt – der große Christbaum am Marienbrunnen beim Rathaus in einem privaten Garten geschlagen und zum Zielort transportiert werden.

50 Jahre alte Nordmanntanne

Die stattliche Nordmanntanne mit ihrem ausladenden Geäst stammt in diesem Jahr aus einem Garten am Hochmoosweg. Die etwa 50-jährige Tanne war seinerzeit vom Gartenbauer Hans Frick gepflanzt worden, der nach wie vor in diesem Metier rund um Bad Wurzach tätig ist.

Bevor der Autokran den etwa 15 Meter hohen und rekordverdächtigen viereinhalb Tonnen schweren Baum an den Haken nehmen konnte, musste der Holzhauer Kurt Albrecht mit seiner Kettensäge noch Millimeterarbeit verrichten. Der rund 60 Zentimeter im Durchmesser zählende Stamm musste, um später in das knapp 40 Zentimeter messende Rohr zu passen, auf einer Länge von gut einem Meter fein säuberlich gerundet werden. Bauhofleiter Dirk Fietkau stand mit der Schieblehre bereit, damit es nachher vor Ort keine zeitliche Verzögerung geben konnte. Der eigentliche Schnitt, um den Stamm von seinem Wurzelwerk zu trennen, war dann Sache von einer Minute. Exakt um 11.20 Uhr wurde der Stamm an den Haken genommen und auf den vom kommunalen Unimog gezogenen Spezialanhänger verladen.

Auch der diesjährige Christbaum ist wegen seines ausladenden Geästes wieder etwas ganz Besonderes. Gerade deswegen war es für Bauhofleiter Dirk Fietkau der nervenaufreibendste Teil der Aktion Christbaumstellen, als sich der Tross mit Polizei, Autokran samt Materialbegleitfahrzeug, sowie den Bauhoffahrzeugen in Richtung Stadtmitte in Bewegung setzte. Der Baum musste schließlich ohne diverse Laternen und Straßenschilder abzuräumen an seinen Bestimmungsort gebracht werden. Wo es ging, etwa bei der Engstelle beim Sapperlott, wurden die Tempo-20 Schilder kurz von den Stadtgärtner/innen entfernt und nach der Passage des Baumes gleich wieder eingesetzt. Das größte Problem stellten die Verkehrsschilder beim Fußgängerüberweg an der Luxeuil-Brücke dar. Hier mussten einige Bauhofmitarbeiter in das Geäst klettern, um die Äste näher heranzuziehen. Diese Zeitverzögerung konnte die Autofahrerin nutzen, die ihr Auto trotz Halteverbotsschilder in der Blauen Zone abgestellt hatte und kurz vorher doch noch gefunden worden war, um ihr Heilixblechle in Sicherheit zu bringen. Auf dem Weg zum Zielpunkt der (vor)letzten Reise der Edeltanne wurden zahlreiche Smartphones gezückt und auch rund um den Marienbrunnen versammelte sich eine Menge Zuschauer, um die Aktion im Bild festzuhalten.

Das eigentliche Aufstellen war dank der guten Vorarbeit bereits beim Fällen – der Stamm war bereits exakt auf den Durchmesser der 3 Meter hohen Metallröhre gestutzt, in die der Stamm aus Sicherheits- und Stabilitätsgründen dann gesteckt wurde, rasch erledigt worden.

Gesichert durch Stahlseile

Mit fingerdicken Stahlseilen wird der Baum an den umliegenden Gebäuden so fixiert, dass ihm bis nach Dreikönig kein Wintersturm etwas anhaben kann. Die Stadtelektriker werden diesem wie bereits tags zuvor dem Baum auf dem Klosterplatz oder beim Busbahnhof, rechtzeitig vor dem am Wochenende auf dem Klosterplatz stattfindenden Weihnachtsmarkt den entsprechenden festlichen Lichterglanz verleihen.

Viele Bilder in der Galerie



BILDERGALERIE

Fotos: Ulrich Gresser

NEUESTE BEITRÄGE

Bad Wurzach
Projekt „Digitalpate“ gemeinsam mit dem Salvatorkolleg

Seniorenrat organisiert Hilfe bei der Benutzung von Internetgeräten

Bad Wurzach – Der Stadtseniorenrat Bad Wurzach bietet in Zusammenarbeit mit dem Salvatorkolleg eine wöchentliche Sprechstunde zur Lösung von Bedienungsproblemen mit dem Smartphone, Tablet oder Laptop an.
Leserbrief

Viel Weihrauch auf die städtische Seele

Zum Bericht „Wie aus einer Kurklinik ein Gesundheitshotel wurde“ (DBSZ vom 12. April)
von Erhard Hofrichter
veröffentlicht am 13. April 2025
Erweitertes Angebot

Der Biergarten beim „Torfstecher“ ist eröffnet

Bad Wurzach – Am 11. April wurde der Biergarten des „Torfstechers“ eröffnet. Dieser wird aus einem Selbstbedienungs-Verkaufsstand im Außenbereich betrieben, mit einer eigenen Biergarten-Speisekarte und Flaschengetränken.  „Besonders freuen wir uns, unseren Gästen mit einem modernen Pagersystem (digitale Information) den Aufenthalt noch komfortabler zu machen; sobald das Essen bereit ist, werden Gäste per Pager benachrichtigt – so lässt sich die Zeit entspannt mit einem kühlen oder warmen G…
Der SV Arnach hat 1028 Mitglieder

Simone Brandl 30 Jahre im Ehrenamt, Willi Gut und Anton Brauchle 60 Jahre dabei

Arnach – Am 28. März hielt der SV Arnach seine ordentliche Mitgliederversammlung im Vereinsraum (Alte Schule) in Arnach ab. Vorstand Berthold Schöllhorn begrüßte alle Ehrenmitglieder, das Vorstandsteam, Abteilungsverantwortliche, Übungsleiter sowie alle Aktiven und Passiven. Des Weiteren begrüßte er den neu ins Amt gewählten Ortsvorsteher Manfred Braun, die Vertreter des Fördervereins Sportjugend Arnach sowie die Vertreter der örtlichen Vereine.
Neu im Ried in Bad Wurzach

Naturschutzzentrum erhält Spende und lässt damit Relax-Liegebank aufstellen

Bad Wurzach – Sabine Krüger, wissenschaftliche Bibliothekarin an der Landesbibliothek in Stuttgart und ihr Mann Jochen, ehemaliger Biologielehrer am Gymnasium Bad Waldsee, sind vor einigen Jahren von Stuttgart nach Bad Waldsee gezogen.
ANZEIGE

MEISTGELESEN

Bad Wurzach
Kommentar

Verhandeln!

Verdun 1916. Riesige Heere liegen sich gegenüber. Kämpfen um jeden Meter. Mal gerät ein Hügel in die Gewalt der einen Seite; mal wird er von den Anderen zurückerobert. Monatelang geht das Gemetzel. Am Ende sind 400.000 Soldaten tot und geändert hat sich – nichts.
von Gerhard Reischmann
veröffentlicht am 5. Oktober 2023
Einstimmiger Beschluss

Ortschaftsrat lehnt Flüchtlingsunterbringung in der „Kanone“ ab

Arnach (rei) – In der alljährlichen Haushaltssitzung des Ortschaftsrates Arnach steht normalerweise die Vorstellung des städtischen Etats für das angebrochene Jahr im Mittelpunkt. Diesmal, am 8. Januar, kam es anders.
Leserbrief

Windkraft: Eine Hoffnung nicht nur für Wurzacher

Zum Beitrag „Windkraft am Ried: der Wert des Moores“
von Lukas Häfele
veröffentlicht am 6. Oktober 2023
Vor 25 Jahren gestorben

Inge Aicher-Scholl – die Frau, die der Erstarrung entgegentrat

Leutkirch-Rotis (rei) – Vor 25 Jahren starb Inge-Aicher-Scholl. Unvergessen ist sie – klingt paradox – als Kämpferin für den Frieden. Ein Vierteljahrhundert lang lebte sie in Rotis, einem idyllischen Weiler bei Leutkirch, den sie und ihr Mann Otl Aicher zu einem Sammelpunkt für Kreative gemacht hatten. Christine Abele-Aicher, die Schwiegertochter, hat 2012 ein Erinnerungsbuch herausgebracht, das in die Hand zu nehmen immer wieder lohnend ist.
von Thomas Vogel
veröffentlicht am 12. Oktober 2023
Leserbrief

Die Gegenargumente wurden im Keim erstickt

Zum Artikel „Dr. Ulrich Walz macht sich für ein klimaneutrales Bad Waldsee stark“ (DBSZ vom 13. Oktober) Der grüne Ortsverband hatte zum Dialog mit dem in Waldsee früher als Biologie- und Sportlehrer tätigen Dr. Ulrich Walz auf den 11. Oktober in die Bauernschule eingeladen: „Bad Waldsee klimaneutral 2045“ – das war der Titel der Veranstaltung. Angekündigt war ein Vortrag von Dr. Walz mit anschließender Diskussion. Nachdem die Veranstalter die Verdienste von Dr. Walz zu seinem ehrenamtlichen…
von Dr. Wolfgang Hübner
veröffentlicht am 14. Oktober 2023

TOP-THEMEN

Bad Wurzach
Gedanken zu Ostern Von Bernhard Müller Kann man einem anderen zeigen will, dass er sich irrt, muss man beachten…
Bad Wurzach – Unter dem Motto „Wer steckt dahinter?“ organisiert der Handels- und Gewerbeverein Bad Wurzach für seine M…
Wolfegg – Vor Kurzem wurde die Ausstellung „1525 – Bauernkrieg in Oberschwaben“ im Bauernhausmuseum in Wolfegg eröffnet…

Einzelhandel, Dienstleistungen und Handwerk in Allgäu-Oberschwaben

ANZEIGE
ANZEIGE

VERANSTALTUNGEN

Bad Wurzach