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Leserbrief

Den Turm nicht zu bauen könnte teurer sein



Zur Diskussion um den Turm

Das Wichtigste, was Bad Wurzach für das Klima machen kann, ist das Ried zu schützen. Diesen Zusammenhang kann man wunderbar vom Turm aus erfassen. Der beste Schutz ist, dass die Menschen den Wert erkennen; denn der Mensch liebt, was er kennt, und schützt, was er liebt.

Ein nicht zu verachtender Effekt hat die Stärkung des nachhaltigen Tourismus in unserer Stadt als wirtschaftliches Standbein. Wer kann sagen, wie sich unsere Industrie in den nächsten 20, 30 Jahren entwickelt? Ich habe eine Zahl aufgeschnappt, dass ca. 800 Menschen, oft in kleinen familiären Betrieben, in Wurzach vom Tourismus leben, welche nicht nur persönliche Steuern und Sozialabgaben, sondern auch Tourismusabgabe und Kurtaxe zahlen.

Jeder, der sich anstatt einer Kreuzfahrt oder einer Flugreise für Bad Wurzach entscheidet, ist ein Gewinn für uns und das Klima.

Wenn mehr Nachfrage herrscht, zieht das auch mehr Angebote nach sich; die Infrastruktur, Gastgewerbe, Bäder, Museen profitieren von mehr Nachfrage. Und andersherum profitiert der Tourismus von den Angeboten wie beispielsweise der Torfbahn, Freibad Hauerz und der Gastronomie.

Wie sähe denn die Zukunft hier aus, wenn nicht investiert würde? Welche Projekte sind in Wurzach denn dann noch möglich? Es ist nicht gut, eine Idee und die jahrelange Arbeit dafür kurz vor der Realisierung schlechtzureden.

Den für mich architektonisch schönen und passenden Turm nicht zu bauen ist die teuerste Lösung. Das ist wie säen, ohne zu ernten. Es sind ja bereits Kosten entstanden, Geld, das ohne den Zuschuss unweigerlich verloren wäre und auch für nichts anderes zur Verfügung stünde.

Vertrauenswürdige Experten für Baugrund, Tourismus, Naturschutz, Stadtentwicklung und in Ämtern, welche sich alle intensiv über Jahre mit dem Turm und dem Nutzen beschäftigt haben, sind sich einig, dass der Turm ein machbarer Erfolg wird.

Mich freut die Vorstellung, wenn Menschen, von der MoorExtrem-Ausstellung informiert, an der Ach entlang, am Riedsee vorbei, das Torfmuseum besuchen. Wenn sie, vielleicht mit einem Zwischenstopp im neuen „Wurzelsepp“, das Ried mit allen Sinnen und Aspekten erleben können.

Sie werden erleben, wie sich ein Torfmoos oder das Moor im Moorstampfbecken anfühlt, wie Ried riecht, wie es sich anhört, werden über die Wollgras-Heide staunen und seltene Tiere entdecken, um dann vom Turm aus das große Ganze, inklusive der Geschichte des Torfabbaus, zu überblicken. Das alles, ohne dass Menschen den intakten Bereich des Riedes stören, der ausschließlich der Natur vorbehalten werden soll und muss.

Wieder zurück, kann man dann den großen Hunger in einer unserer Gastronomien stillen oder sogar bei einem Moorbad oder der Therme ganz in die Materie eintauchen. Was für ein schöner Tag!

Für mich ein gutes Konzept und ein tolles Angebot an uns.

Zukunft wird aus Mut in der Gegenwart gemacht!
Erwin Haller, Bad Wurzach-Arnach

Eingegangen beim „Wurzacher“ am 19. Februar um 8.29 Uhr. Veröffentlicht im „Wurzacher“ am 19. Februar um 18.05 Uhr.

Die Veröffentlichung der Leserbriefe erfolgt streng nach Eingang (die Uhrzeiten sind angegeben). Annahmeschluss für Turm-Leserbriefe war Mittwoch, 12.00 Uhr. Später eingehende Leserbriefe zum Turm können nicht mehr veröffentlicht werden.

Falls Markierungen wie Fettungen und Kursivsatz in den Briefen vorhanden, waren sie so von den Autoren vorgegeben. In einzelnen Fällen waren den Leserbriefen von Seiten der Autoren Bilder beigegeben. Auch von den Autoren gewünschte Verlinkungen wurden ausgeführt.

Zur Diskussion um den Turm im Ried hatten wir festgelegt, dass dazu nur Stimmen aus Bad Wurzach veröffentlicht werden.

Leserbriefe sind Meinungsäußerungen. Die Redaktion der Bildschirmzeitung akzeptiert ein breites Spektrum an Meinungen. Nicht veröffentlich werden extremistische, persönlichkeitsverletzende oder offensichtlich wahrheitswidrige Äußerungen.




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