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„Drum wünsche ich, so gut ich´s kann, der neuen Halle recht viel Glück“ (aus dem Richtspruch)

Beim Neubau des Eintürner Feuerwehrhauses wurde Richtfest gefeiert



Foto: Uli Gresser
Die fünf Zimmerleute beim Richtspruch.

Eintürnen – Bürgermeisterin Alexandra Scherer und Ortsvorsteher Berthold Leupolz freuten sich, beim Richtfest für das neue Feuerwehrhaus in Eintürnen Vertreter des Architekturbüros, des Stadtbauamtes, der Feuerwehr Bad Wurzach und der beteiligten Baufirmen Kutter und Holzbau Krusch begrüßen zu können.

Nachdem es lange so ausgesehen hatte, als würde bei dem Neubau nicht viel vorwärtsgehen und manche Eintürner schon dem Ortsvorsteher mit Sprüchen wie  „Was wird des denn für a Kista“ gekommen waren, wurde nun Richtfest gefeiert. Die  Bürgermeisterin konnte, nachdem die Zimmerei Krusch in den letzten gut zwei Wochen den hinteren aus Holz in Fertigbauweise gefertigten Teil fertiggestellt sowie das Dach („mit Dachvorsprung!“, wie Leupolz erfreut feststellte / im Gemeinderat hatte es hierum heftige Diskussionen gegeben) montiert hatte, mit Fug und Recht sagen: „Das ist jetzt kein Rohbau mehr, sondern ein Haus.“ Sie freute sich, dass der Bau bisher unfallfrei über die Bühne gegangen war und hofft dies auch für die Zukunft. Ihr Dank für die gute Zusammenarbeit ging an alle Beteiligten.

Ortsvorsteher Berthold Leupolz sagte, es sei ihm eine Ehre, gemeinsam mit Stadtbaumeisterin Kathleen Kreutzer, Christian Harscher vom Stadtbauamt, Martin Tapper und Silvia Dentler von der Stadtverwaltung, mit den Vertretern der Baufirmen und den Kommandanten Rolf Butscher (Stadt) und Alfons Riether (Eintürnen) dieses Richtfest zu feiern.

Der Richtspruch

Nachdem der Richtbaum schon am Dachfirst montiert war und seine weißen und blauen Bänder im Wind flatterten, stiegen die fünf Zimmerleute (unter ihnen auch eine junge Zimmerin) von Holzbau Krusch dem Gebäude im Wortsinne aufs Dach. Zimmerer Hermann Bucher war es vorbehalten den Richtspruch für das Gebäude zu sprechen. Darin heißt es unter anderem: „Nun hat der Bau sich nun erhoben, nicht groß zwar, doch auch gar nicht klein; das Werk mag seinen Meister loben, ich lege den Segen noch hinein.“ Und: „Ein solches Werk kann nur geschehen, wenn jeder brav an seiner Stelle und alle fest zusammenstehen, der Meister, Lehrling und Geselle.“  „Drum wünsche ich, so gut ich´s kann, so kräftig wie ein Zimmermann, mit stolz empor gehob´nem Blick, der neuen Halle recht viel Glück.“

Nach mehreren Schlucken, mit denen die Bauherrschaften, die Planer und die Handwerker selbst gefeiert wurden, warf er das leere Glas zu Boden. Denn „Scherben bedeuten Glück und Segen, der Bauherrschaft auf allen Wegen.“

Diesen Richtspruch bekam in gerahmter Form Ortsvorsteher Leupolz zur Aufbewahrung, damit er später das neue Florianstüble der Eintürner Feuerwehr zieren möge. Und natürlich gehören zu einem Richtfest auch gutes Essen und Trinken und hier hatten sich die Verantwortlichen nicht lumpen lassen und in der zukünftigen Fahrzeughalle eine Tafel mit warmem Essen und kalten Getränken aufgestellt.
Text und Fotos: Uli Gresser

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Fotos: Uli GResser

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