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Aus der Gemeinderatssitzung am 29. Juli

Alle Bürgeranfragen handeln von Gewässerschau nach Hochwasser



Bad Wurzach – Alle Bürgeranfragen in der Gemeinderastssitzung am 29. Juli bezogen sich auf die Gewässerschau am 5. Juli, die nach dem Juni-Hochwasser angesetzt wurde. Dies war auch Thema von Tagesordnungspunkt 11, zu dem die Verwaltung Stefan Häussler, Sachgebietsleiter Oberflächengewässer und Grundwasserschutz des Landratsamtes Ravensburg im Bau- und Umweltamt, eingeladen hatte, allerdings erst auf einen späteren Zeitpunkt im Verlauf der der Sitzung.

Markus Feirle aus Truschwende warf den Behörden vor, bei der Gewässerschau, zu der er als Betroffener (Betreiber des Wehres in Truschwende) sprach, nicht oder ungenügend hingeschaut zu haben. Vom Radweg aus hätten die Leute die neuralgischen Punkte nicht oder nur schlecht begutachtet werden können. Das über die Ach liegende Langholz würde etwa eineinhalb LKW-Ladungen ausmachen. Ein weiterer Grund, dass etwas gemacht werden muss, sei der eingeschwemmte Moorboden, der zur Verlandung des Flußbettes führe. Feirle bemängelte auch, dass seit der Gewässerschau noch gar nichts gemacht worden sei. Er werde an seinem Wehr angeschwemmtes Holz nicht mehr auf eigene Kosten entfernen. Er forderte dafür bei der Stadt eine eigene Kostenstelle.

Auch Herbert Oelhaf, der nach wie vor überzeugt ist, dass die über dem Achverlauf liegenden Bäume für den Rückstau und damit das Hochwasser verantwortlich waren, sagte, die Gewässerschau sei nicht sehr professionell durchgeführt worden. Er erklärte, dass die Stadt Wangen in den 90er-Jahren zweimal „abgesoffen“ sei, weil umgestürzte Bäume nicht aus der Argen entfernt worden sind. Um dies regelmäßig zu machen, habe die Stadt jetzt eine Firma engagiert.

Franz Kempter, der in Truschwende direkt oberhalb des Wehres wohnt, sagte, die Bauern kümmerten sich bisher selbst darum, intakte Flussläufe zu gewährleisten. Zwischen Bad Wurzach und Truschwende gebe es einen Seitenbach, der eigentlich viel Wasser aufnehmen können müsste, dies aber wegen des „Moordrecks“ nicht schaffe. „Das Wehr in Truschwende regelt den Wasserstand in Bad Wurzach.“

Reinhold Mall gab zu bedenken, dass zum Beispiel in Ellwangen den Landwirten an Hanglagen empfohlen wird, parallel zum Bachverlauf zu ackern, damit bei Starkregen die Querfurchen nicht wie Entwässerungskanäle wirken können und ihnen den Ackerboden wegschwemmt.




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