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Ausstellung in Maria Rosengarten bis 4. April

255. Kunstausstellung mit Werken von Annie Gendreau



Foto: Ulrich Gresser
Die Künstlerin mit ihrem Lieblingsbild.

Bad Wurzach – Unter dem Titel „Stories“ stellt die Mixed-Media-Künstlerin Annie Gendreau vom 14. Februar bis zum 4. April ihre Kunstwerke in der Galerie im Maria Rosengarten aus.

Ausstellungsleiterin Christiane Linge hieß die Besucher im Herzstück der Stadtbücherei, dem Kapitelsaal, willkommen und stellte die Künstlerin, die in Quebec geboren wurde und der Galerie in Maria Rosengarten ein wenig internationales Flair verlieh, vor. Klaus Schütt hieß Gäste und Künstlerin im Namen der Stadt in den stimmungsvollen Räumlichkeiten, in denen schon viele – zum Teil sehr unterschiedliche Künstler ausgestellt hatten – herzlich willkommen.

Die aus Kanada stammende Künstlerin Annie Gendreau, die 2005 nach Europa zog, lebt und arbeitet seit nunmehr drei Jahren in Memmingen. Die zahlreichen Reisen und die vielen Orte, die sie dabei besucht hatte, haben ihre Arbeit in mehrerlei Hinsicht geprägt. Sie malt in unterschiedlichen Stilen, vertraut dabei aber immer auf ihren Instinkt. „Sie sucht nach einer polyrhythmischen Bildsprache und versucht Farben, Texturen und Materialien in einem intuitiven Ansatz zu mischen und zu harmonisieren,“ heißt es in ihrer Begleitinformation. Die meisten ihrer Werke entstehen mit Acrylfarben und sie verwendet dabei verschiedene Materialien, um Texturen und Schichten zu erzeugen.

Die Künstlerin, deren Werke von Kunstliebhabern in Europa, Kanada und den USA gesammelt werden, freut sich sehr darüber, in Bad Wurzach ausstellen zu dürfen. Sie hat die Ausstellung in verschiedene Segmente aufgeteilt. Im Kapitelsaal hängen die „Wallstories“, für die sie sich bei ihren Spaziergängen entlang der alten Mauern und den darin versteckten Geschichte(n) in Memmingen inspirieren ließ.

Die Grundlage für die „Bedtime-Stories“, die „Gute Nacht Geschichten“ im Flur der Kinderabteilung bildete ein auf der Straße gefundenes Bilderbuch aus dem Jahre 1969. Bei diesen Bildern kann der Betrachter in eine andere Welt einzutauchen. Das Hauptbild könnte ein imaginärer Spaziergang in einem dunklen Wald sein.

Die zehn expressiven Werke im Flur beim Kapitelsaal beinhalten oft Techniken wie kräftige Pinselstriche und lebendige Farben als Ausdruck von Spontanität. Diese Art der Malerei zielt laut der Künstlerin darauf ab, beim Betrachter eine tiefe emotionale Reaktion hervorzurufen. Damit soll der Betrachter seine eigenen Emotionen und Gefühle erfahren.

Die Werke auf der anderen Flurseite zeigen die grafischen Elemente in der Kunst von Annie Gendreau. Sie beziehen sich auf den visuellen Ansatz, der verschiedene Elemente wie Farben, Formen, Linien, auch Typografie umfasst mit starker Betonung der Gesamtkomposition. Diese Werke mit ihrer Kombination von kontrastieren Formen und kräftigen Farben geben das von ihren Reisen inspirierte urbane Leben wieder und fangen die Lebendigkeit und Dynamik dieser Eindrücke ein.

„Stories“

Sie stellte ihre Werke in einer kurzen Ansprache selbst vor. „Die Ausstellung trägt den Titel „Stories“, weil ich genau das mit meiner Kunst anregen möchte – das Sehen, das Interpretieren und das Erschaffen von Geschichten.“ „Während sie die Ausstellung anschauen, lade ich Sie ein, die Bilder auf sich wirken zu lassen. Es gibt kein Richtig oder Falsch – nur die Geschichten, die Sie sehen, die Gefühle, die entstehen und die Verbindungen, die Sie spüren.“

Rund 30 Kunstwerke

Die Ausstellung umfasst rund 30 abstrakte Kunstwerke, die das Zusammenspiel der künstlerischen „Erzählungen“ auf der Leinwand – den „Stories“ – und der individuellen Vorstellungskraft der Betrachter aufzeigen. „Jedes Gemälde erzählt eine Geschichte aus meiner Perspektive. Die besondere Magie liegt aber darin, wie der Betrachter meine Werke interpretiert und seine eigenen Geschichten anhand der Farben, Formen und Schichten erlebt“, erklärt Annie Gendreau. Dabei sei die Bibliothek als Raum des Wissens und des Nachdenkens für die Bilder der perfekte Ort, um sich auf eine gemeinsame Reise des Geschichtenerzählens anhand der Malkunst zu begeben. Die Künstlerin lädt Interessierte auch ein, sie in ihrem Atelier und ihrer Galerie in Memmingen zu besuchen.

Wer sich in den Bann der Werke ziehen lassen will, hat dazu noch bis 4. April 2025 in der Stadtbücherei Gelegenheit.

Öffnungszeiten: Di. 10 – 12 Uhr, 14 – 18 Uhr, Mi. 14 – 18 Uhr, Do. 10 – 18 Uhr, Fr. 14 – 18 Uhr,
Sa., 10 – 12 Uhr.
Weitere Infos: Stadt Bad Wurzach, 07564 302-110 oder Christiane Linge, 07564 2483 bzw. Doris Schäfer, 07564 3674.

Bilder in der Galerie



BILDERGALERIE

Fotos: Ulrich Gresser

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