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Krähenplage

Wenn die Natur zur Last wird



Foto: Erwin Linder
Bäume mit Nestern beim Jugendhaus Prisma.

Bad Waldsee – Anwohner am Frauenberg und in der Steinacher Straße wissen ein Lied davon zu singen: von der Krähe. Armin Brutschin, in der Abteilung Grünpflege der Stadt für das Schädlings- und Krähenmanagement/Monitoring zuständig, berichtete in der Gemeinderatssitzung vom 14.10. über den aktuellen Stand.

Nester im Stadtgebiet (Zählung 2024). Präsentation von Armin Brutschin im Gemeinderat am 14. Oktober.

240 Krähennester allein in der Kernstadt

Fast 240 Krähennester zählte die Grünpflege 2024 im Stadtgebiet. Das sind 30 mehr als im Vorjahr. Wenn man pro Nest ein Elternpaar rechnet, sind das 480 Krähen. Pro Nest legen die Krähen zwischen drei und sechs Eiern. Da kann es dann schon recht laut zugehen und der Vogelkot zur Plage werden.

Da die Saatkrähe eine bei uns natürlich vorkommende, wild lebende, nicht jagdbare und naturschutzrechtlich besonders geschützte Vogelart ist (§ 7 Absatz 2 Nummer 13), kann die Stadt wenig gegen die Krähenkolonie unternehmen.

Wie Armin Brutschin (Bild) erläuterte, gibt es einen Grünzug von der Krumhalde, Döchtbühl, Bauernschule/Aussichtsturm, den Frauenberg querend, hinter dem Jugendzentrum Prisma vorbei bis zum Westufer des Schlosssees. Dieser Grünzug fördere die Koloniebildung.

Grünzug Krumhalde bis Schlosssee (Präsentation Brutschin).

Es gab eine Einzelgenehmigung des Landratsamtes zum Abschuss einer Krähe im Außenbereich von Bad Waldsee. Eine Wiederansiedelung konnte nicht festgestellt werden.

Brutschin berichtet weiter von einer erfolgreichen Lockjagd auf die Rabenkrähe im Außenbereich Bad Waldsees.

Nisthilfe für Greifvogel Nähe Jugendhaus.

Als weitere Maßnahmen zur Vergrämung der Krähen setzt die Stadt Ansitzstangen für Greifvögel, Weidenkörbe und Flachdachnisthilfen für Uhus, Nisthilfen für Turmfalken und Marderbrücken auf die mit Nester besetzten Bäume ein. Entnahme von Nestern aus Einzelbäumen soll der Bildung von Splitterkolonien vorbeugen. Die Maßnahmen zeigten erste Erfolge. So konnten schon Greifvögel und Uhus angesiedelt werden.

Deckel zu!

Darüber hinaus ist jeder einzelne aufgefordert, das Nahrungsangebot für die Allesfresser einzudämmen. Dazu gehören zum Beispiel Deckel auf alle Mülleimer in der Stadt.

Die Stadt bemüht sich um eine Genehmigung des Landratsamtes zur Entnahme aller Nester im Grünzug. Brutschin rechnet jedoch nicht damit.

Oberbürgermeister Henne wünschte sich eine Änderung des Europäischen Rechtes zur Lockerung des Artenschutzes für Krähen und meinte, dort müsse man noch dicke Bretter bohren.

Wilhelm Heine (CDU), selbst Landwirtschaftsmeister, sprach von den „erheblichen Schäden“, die die Krähen in den Saaten und im Futter anrichten würden und sprach sich für ein Bejagen aus.
Text und Fotos: Erwin Linder




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