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Aus dem Gemeinderat

Platz für Kinder



Bad Waldsee – Die Große Kreisstadt wächst. Pfändle, Hymer-Areal, Unter- und Mittelurbach, überall entstehen neue Wohnungen, neue Häuser. Familien ziehen ein, Kinder brauchen Betreuungsplätze. Das stellt die Stadt vor große Herausforderungen.

Bürgermeisterin Monika Ludy präsentierte in der Gemeinderatssitzung vom 14. Oktober die Bedarfsplanung für das Kindergartenjahr 2024/2025. Erfreulicherweise sei es der Verwaltung gelungen, so Ludy, zu Beginn des neuen Kindergartenjahres 80 zusätzliche Plätze für Kinder über drei Jahren zu schaffen. Somit hätte allen Ü3-Kindern ein Kindergartenplatz angeboten werden können.

Die Kindergartenlandschaft in der Gemeinde

In Bad Waldsee und seinen Teilorten gibt es 47 Kindergartengruppen in 14 Einrichtungen, die von sechs Trägern betrieben werden. Die Stadt betreibt fünf Einrichtungen mit Plätzen für maximal 321 Kinder, darunter auch die Kindergärten in Mittelurbach und Haisterkirch; die Katholische Kirchengemeinde St. Peter Bad Waldsee betreibt vier Einrichtungen für maximal 266 Kinder; die Evangelische Kirchengemeinde Bad Waldsee bietet in einer Einrichtung maximal 50 Plätze an; die Stiftung Katholische Freie Schule bietet in einer Einrichtung (Eugen-Bolz-Kindergarten) 111 Plätze an; die katholische Kirchengemeinde St. Petrus und Paulus Reute betreibt die Kindergärten St. Leonhard in Gaisbeuren mit maximal 50 Plätzen und Gut Beth in Reute mit maximal 145 Plätzen; die katholische Kirchengemeinde Michelwinnaden betreibt den Kindergarten St. Maria mit maximal 48 Plätzen. Insgesamt stehen zur Zeit in der Großen Kreisstadt also 892 Plätze für Kinder über drei Jahren, 25 Plätze für Kinder unter drei Jahren und 74 Krippenplätze zur Verfügung.

Zusätzlicher Bedarf für das kommende Kindergartenjahr

Nachdem die Verwaltung zum kommenden Kindergartenjahr erneut mit einer Zunahme der Kinderzahlen rechnet, legt sie die Priorität zunächst auf die Schaffung weiterer Ü3-Plätze. Wie die Verwaltung ausführte, wird eine Aufnahme vor dem 3. Geburtstag nach wie vor stark nachgefragt, da viele Mütter wieder früher in den Beruf zurückkehren wollten. Derzeit führt die Verwaltung insgesamt 60 U3-Kinder auf der Warteliste. Davon sind 17 Kinder zwischen null und einem Jahr alt und sind somit im aktuellen Kindergartenjahr noch nicht berücksichtigt. 43 der auf der Warteliste vorgemerkten Kinder sind zwischen einem und zwei Jahren alt und könnten somit im Laufe des Kindergartenjahres mit Vollendung des 2. Lebensjahres in einer Krippe oder einer AM-Gruppe aufgenommen werden (Kinderhaus: ab 1. Lebensjahr, Betreuungsoase: ab 6 Monate)

Aufgrund von Zuzügen sowie durch neue Wohngebiete erwartet die Verwaltung einen zusätzlichen Bedarf von rund 40 Plätzen ab 2025/2026. Insgesamt ist durch neue Baugebiete in den kommenden Jahren ein zunehmender Bedarf zu erwarten.

Kindergartenentwicklungskonzept 2020 bis 2027

Die Verwaltung berichtete, dass als Resultat des im Jahr 2020 beschlossenen Kindergartenentwicklungskonzepts der Bau einer zweigruppigen Einrichtung in Reute sowie die Erweiterung um zwei Gruppen in Haisterkirch auf den Weg gebracht und in 2022 umgesetzt wurde. Außerdem wurden 80 Plätze im Bestand zusätzlich geschaffen.

Aufgrund des zu erwartenden wachsenden Bedarfs wegen Zuzügen sowie der voraussichtlichen Baugebietsentwicklung ist die Schaffung weiterer Kindergartenplätze erforderlich. Folgende Maßnahmen zur Erhaltung sowie Errichtung weiterer Einrichtungen bzw. Gruppen sind für die kommenden Jahre geplant:

2024/2025: Sanierung Kindergarten Eugen-Bolz

2025: Anbau Kindergarten Gaisbeuren für eine weitere Gruppe, zunächst für Ü3, Schaffung von 25 zusätzlichen Plätzen, zukünftig gegebenenfalls Krippe

Verlegung Waldkindergarten und Erweiterung um eine Gruppe, Schaffung von 20 zusätzlichen Plätzen

2026: Neubau Kindergarten Mittelurbach – dreigruppig

Planung einer weiteren fünfgruppigen Einrichtung im Stadtgebiet

2027 Sanierung oder Ersatz des Kindergartens St. Paul in Steinach

Der OB bedankte sich beim Fachbereich, insbesondere Karin Bareiß als Fachbereichsleiterin, für die akribische Aufbereitung der Planung und nannte es eine große Gemeinschaftsleistung, die notwendige Anzahl an Kindergarten- und Betreuungsplätzen bereitzustellen. Er hoffe jetzt nur noch, dass sich auch das dafür notwendige Fachpersonal gewinnen lasse.

Rita König (SPD) sah die Entwicklung ebenfalls positiv und nannte die Kindergärten die beste Investition der Stadt. Lucia Vogel /Grüne) hatte sich gut auf die Sitzung vorbereitet und überraschte mit einem ganzen Fragenkatalog. Die in der Planung genannten Vorhaben-Daten seien die Daten der Planung, nicht des fertigen Bezugs neuer Einrichtungen, hörte sie auf Nachfrage. Und nicht alle Einrichtungen könnten ganztags betrieben werden, erfuhr sie von der Verwaltung, hier komme es auf den Einzelfall an. Lucia Vogel merkte an, dass für Kinder unter drei Jahren noch 86 Plätze fehlten. Ebenso wollte sie wissen, ob die „Notlösungen“ zur Schaffung der 80 zusätzlichen Plätze jetzt Dauerlösungen wären. Monika Ludy wies darauf hin, dass in den neuen Einrichtungen in Reute genügend Platz für die gefundenen Lösungen zur Verfügung stünden. Abschließend meinte Vogel,  Ziel der Kindergartenplanung müsse die Regel- und nicht die maximale Belegung sein. Dies würde auch die Belastung der Erzieherinnen senken und sich positiv auf Gewinnung neuen Personals auswirken.

Der Rat stimmte der Bedarfsplanung für das Kindergartenjahr 24/25 in der von der Verwaltung vorgelegten Form mit drei Enthaltungen (Grüne) zu.
Erwin Linder




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