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Die Gemeindehalle Haisterkirch war rappelvoll

Musikkapelle Haisterkirch begeisterte mit klangvollem Jahreskonzert



Foto: Rudi Martin
Großer Applaus für Klaus Wachter und seine Haisterkircher Musiker.

Haisterkirch – Ein überglücklicher Daniel Maucher vom Vorstandstrio des Musikvereins Haisterkirch betonte in seiner Begrüßungsansprache, dass der Musikverein Haisterkirch richtig stolz darauf ist, wiederum vor einer so großen Zuhörerkulisse sein Wirken und Können demonstrieren zu dürfen. Am Samstagabend (16. November) war die Haisterkircher Gemeindehalle voll belegt.

Daniel Maucher begrüßte die Gästeschar, zu der Ortsvorsteher Matthias Covic als Repräsentant der Ortschaft sowie Rolf Heber, als Vertreter der Kirchengemeinde, und auch die früheren Dirigenten Walter Messeck und Florian Hubl gehörten.

Dirigent Klaus Wachter präsentierte ein „8-Gänge-Menü“

Hans-Peter und Claudia Waibel hatten die Halle herbstlich festlich geschmückt. Dazu gehörten auf den Tischen nette Gestecke, die auf das musikalische „8-Gänge Menü“ hinwiesen. Dirigent Klaus Wachter, weithin bekannt in der Blasmusikszene, hatte für das 2. Jahreskonzert unter seinem Dirigat ein musikalisches Menü ausgewählt, das größten Anklang finden sollte. Die Programmfolge war von ihm so geschickt zusammengestellt worden, dass das verheißene „musikalische 8-Gänge Menü“ genussvoll von allen Gekommenen aufgenommen werden konnte. Erkennbar war dies deutlich am stets prasselnden Beifall. Er hatte gefällige Werke ausgewählt und mit der 52-köpfigen Musikerschar fleißig eingeübt.

Moderiert von Verena Maucher

Die kurzweilige Moderation und Ansage der einzelnen Musikstücke hatte traditionsgemäß Verena Maucher übernommen. Freudvoll war der Einstieg ins Konzert mit fesselnden Rhythmen und energischen Melodien des Werks „Choose Joy“ (Randall D. Stadridge) mit der Erinnerung an Beethovens Ode an die Freude. Mit dem dreisätzigen Stück „Vosgian Pictures“ (Jacob de Haan) wurde die malerische Landschaft der Vogesen lebendig, lyrisch, zugleich majestätisch, wohlklingend beschrieben.

Querflöten-Solo von Verena Maucher und Annika Zell

Sonderapplaus ernteten Verena Maucher und Annika Zell für das Solo für zwei Querflöten bei der Komposition „Twinkling Flutes“ (Richard Cornello). Die beiden Solistinnen brachten mit tanzenden Fingern auf ihren Instrumenten einen besonderen Genussbeitrag in den Saal. Brillant und technisch sauber vorgetragen wurde das Werk „Terra Rossa“ (Rote Erde) von Lorenzo Pusceddu. Das Stück bescherte den Haisterkircher Musikanten beim letzten Kreismusikfest-Wertungsspiel erstmals die Topnote „hervorragend“, wie Klaus Wachter voller Stolz anmerkte.

Nach der Pause erklang mit „Welcome to the Jungle“, ein Rocksong der Gruppe „Guns N´Roses“. Das Werk wurde von den Musikerinnen und Musikern ausdrucksstark, rockig, fetzig interpretiert und dies in allen Registern. Mit „Santiano“ (Hans-Joachim Rogoll) folgte ein Medley mit vier der beliebtesten Titel der norddeutschen Rocker. Den flotten Abschluss bildete die Melodie „Es gibt nur Wasser“.

Schlagzeugspezialisten

Auch die Schlagzeugspezialisten Fabian Lessig, Lukas Kessler, Markus Eisele, Simon Kibler und Maximilian Waibel konnten beim Stück „Fascinating Drums“ (Ted Huggens) erneut unter Beweis stellen, dass sie verschiedenartigste Schlaginstrumente meisterlich beherrschen. Den krönenden Schluss sollte das Medley „Nena“ (Arrangement von Peter Kleine Schaars) mit vier der größten „Nena-Hits“ wie „99 Luftballons“, „Irgendwie, irgendwo, irgenwann“, „Leuchtturm“, „Nur geträumt“ bilden. Damit hätte das blasmusikalische „8-Gänge-Menü“ beendet sein sollen. Ja, wenn da nicht anhaltender, stürmischer Applaus und die Zugabe-Rufe gewesen wären. Schließlich wurden noch zwei Zugaben gewährt, wobei mit dem humoristischen Marsch „La Passione del Gelato“ von Stefan Schwaglin und der damit kreierten musikalischen Verbindung Oberschwabens mit Italien eine perfekte Überraschung gelang. Mit der „Hymne an die Freundschaft“ (Kurt Gäble) bekundete die Musikkapelle nochmals ihre „wahre Freundschaft“ zur begeisterten Zuhörerschaft auf klang- und liebevolle Weise.

Mit Dankesworten, gerichtet ans Service-Team in der Halle und in der Küche, an die fleißigen Musikerinnen und Musiker und an das so viel Applaus spendende Publikum, leitete der Vorstandsvorsitzende Daniel Maucher über zum inoffiziellen Teil des Abends. Bei der Übergabe von Dankespräsenten an Klaus Wachter und an Verena Maucher schwoll der Applaus nochmals an, übrigens auch beim besonderen Dankeschön für den Gastmusiker Fabian Kiekopf (E-Bass) und für Schriftführerin Leonie Waibel.

Ehrungen

Im Rahmen des Jahreskonzerts erfolgte durch Klaus Wachter, der ja auch als stellv. Vorsitzender des Blasmusikkreisverbands Ravensburg amtet, die Ehrung von zehn Aktiven des Haisterkircher Musikvereins. Alle zu ehrenden Vereinsmitglieder wurden persönlich vorgestellt und für ihr ehrenamtliches Engagement auch ganz besonders gewürdigt und dazu mit den entsprechenden Ehrennadeln und auch Urkunden des Blasmusikverbands ausgezeichnet.

Das waren jetzt 2024 für 10-jähriges Engagement:
Simone Büchele (Trompete), Simon Kibler (Schlagwerk), Sarah Lessig (Querflöte), Anika Oberhofer (Festdame).
Für 20-jähriges Engagement: Christian Blaser (Trompete) und Daniel Maucher (Trompete/Schlagwerk).
Für 30-jähriges Engagement: Ralf Bühler (Trompete) und Simone Schorer (Festdame).
Für gar 40-jähriges Engagement: Rolf Ernle (Waldhorn) und Christian Sauter (Flügelhorn).

Die geehrten aktiven Musizierenden (von links): Simone Büchele, Sarah Lessig, Christian Sauter, Rolf Ernle, Ralf Bühler, Christian Blaser, Daniel Maucher, Simon Kibler.
Zur Info: die Festdamen waren da nicht dabei, Simone Schorers Ehrung wird nachgeholt.

Foto: Rudi Martin

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