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Oktoberfest im Grünen Baum

Frohsinn und Heiterkeit bei zünftiger Musik und süffigem Gerstensaft



Foto: Eewin Linder
Berthe und Siggi, die Gastgeber.

Bad Waldsee – Die rührigen Wirtsleute Berthe und Siggi Schmidinger haben am Samstag, 21.9., wieder ein grandioses Oktoberfest in die Wettgasse gezaubert. Den Waldseern hat’s gefallen.

Felix und Berthold bringen das erste Fass.

In München zogen die Wirte noch mit ihren Prachtsgespannen durch die Stadt und die Oktoberfestbesucher mussten sich noch mit saurem Sprudel selbst in Stimmung bringen, da wuchteten Berthold Schmidinger und Sohn Felix kurz vor 11.00 Uhr das erste Fass Original Münchner Augustiner Oktoberfestbier auf das Podest.

OB Henne, traditioneller Fassanstecher in Bad Waldsee, war mit Bürgermeisterin Ludy zur 700-Jahrfeier in Bad Elster, so machte man aus der Not eine Tugend und aus dem Anstechen einen Wettbewerb. Wer erzählt den besten Witz, der sollte dem Fass den Gerstensaft entlocken.

Mit zwei Schlägen war „azapft“.

Schnell waren zwei Kandidaten gefunden. Aber trotz großer Klappe und Jungelfer-Joker wollte dem ersten vor lauter Stress überhaupt kein Witz über die Lippen kommen, so hatte der zweite Kandidat leichtes Spiel und überzeugte mit einem „Na-Ja-Witz“ das Publikum.

Gürtel-Schnalle von Wolfgang Rief mit Augustiner-Emblem.

Wolfgang Rief, extra zum Waldseer Oktoberfest angereister Augustiner-Repräsentant, gab dem Anzapfer noch wertvolle Tipps mit zum Fass und, ja hoppla, mit zwei sicheren Schlägen mit dem großen Holzschlegel saß der Hahn sicher im Spund und das goldene Nass sprudelte schäumend in die Krüge.

„Das Festbier ist uns dieses Jahr wieder besonders gut gelungen“, schmunzelte Wolfgang Rief. „Jedes Jahr glauben wir, diesmal geht’s nicht mehr besser und immer wieder überraschen uns die Braumeister und brauen ein noch leckereres Bier als zum vergangenen Fest.“ Unterschätzen darf man das Oktoberfestbier nicht. Entgegen dem Glauben vieler Besucher, da würde ein dünneres Bier ausgeschenkt, trifft genau das Gegenteil, zu. Mit 6,3 % Alkohol haut das Festbier schon ordentlich rein. Und schmeckt doch so süffig immer nach mehr.

Mit „Ein Prosit der Gemütlichkeit“ stimmten Alois und seine Musikanten die Besucher auf ein feucht-fröhliches Fest ein und alle Krüge gingen hoch.

Um 11.00 Uhr, beim Fassanstich, waren alle Plätze im Festzelt in der Wettgasse gut besetzt. Alois und seine Musikanten sorgten für gute Stimmung, das Bier tat sein Übriges. Die Sonne lachte freundlich herunter und wer Hunger hatte, wurde von der Küche des „Grünen Baums“ auf’s beste versorgt. Verglichen mit den Münchner Preisen war das Oktoberfest im „Baum“  ein Schnäppchen, da konnte man schon ordentlich zulangen.

Die zünftige Blasmusik samt traditioneller Gesangseinlage sorgte für beste Stimmung bis 14.00 Uhr, danach übernahmen die „Schuckulukus“ das musikalische Regiment.

Mit vielen Show- und Spieleinlagen wie zum Beispiel Tauziehen und Bierkrugstemmen sorgte das Programm für Heiterkeit und Frohsinn bis in den späten Nachmittag.

Auch am Abend ging das muntere Treiben mit Musik vom DJ weiter und viele Paare drehten sich locker zum Takt der Musik. Hier war für jeden was dabei.

Wer später kam, fand auf den Bänken im „Baum“-Zelt immer noch ein Plätzchen und konnte sich bis in die Nacht am lauen Abend, frischem Bier und guter Stimmung erfreuen.
Text und Fotos: Erwin Linder

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Fotos: Erwin Linder

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