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TG Bad Waldsee

Dritter Platz in der Kreisliga Oberschwaben Süd für die Schachspieler



Bad Waldsee – Am vergangenen Sonntag empfingen die Schachspieler der TG Bad Waldsee die zweite Mannschaft aus Friedrichshafen. Ein Aufstieg war zwar nur noch theoretisch möglich, aber die Chance sollte gewahrt bleiben.

Die erste Entscheidung fiel völlig unerwartet am zweiten Brett, wo sich Adriatik Nanaj schon einen guten Stellungsvorteil mit dem Besetzen der B-Linie verschafft hatte. Als er aber ein fürchterliches Abzugsschach übersehen hatte, fiel seine Stellung sofort auseinander und Friedrichshafen ging mit 1:0 in Führung. Währenddessen kam es am fünften Brett zu einem wilden Schlagabtausch. Tuncay Caba hatte die Sicherheit seines Königs überschätzt und drohte überrollt zu werden. Als sein Gegner den Königsangriff aber ungenau behandelte, konnte er die inzwischen geöffnete G-Linie mit seinen Türmen zum Gegenangriff nutzen.

Aber auch ihm unterlief ein Fehler bei der Vollstreckung, so dass der Gegner in ein Dauerschach flüchten konnte. Am dritten Brett ging es Karl Heiler nicht viel besser, der in der Eröffnung auf fragwürdige Weise einen Bauern gewann. Diesen verlor er wieder durch einen geschickten taktischen Trick, woraus eine symmetrische Stellung ohne Aussicht für beide Seiten entstanden war. Das dritte Remis ereignete sich darauf an Brett 6, wo Tobias Lorinser in einer wilden Partie, in der beide Parteien mit Dame und Läufer ins jeweilige Lager des Gegners eingedrungen waren. Lorinser drohte, einen Freibauern zur dritten Dame auf dem Brett umzuwandeln. Das konnte sein Gegenüber durch ununterbrochene Schachgebote auf den freistehenden König verhindern.

Er erste Sieg für Bad Waldsee gelang Jürgen Schneider am Spitzenbrett, der mit den schwarzen Steinen nach Abwehr verschiedener gegnerischer Aktivitäten die Türme abtauschte und beim folgenden Abtausch der Damen einen Bauern gewann. Im entstandenen Endspiel mit Läufer gegen Springer wollte sich die Gegnerin das Ausnutzen des entfernten Freibauern nicht mehr zeigen lassen. Jetzt stand es 2,5 : 2,5 und alle Hoffnung ruhte auf Sven Woidecks Schultern, der während des Angriffs auf die feindliche Königsstellung ein Remisangebot ohne nachzudenken ablehnte. Dazu kam die für ihn untypische Situation der Zeitnot, hatte er für 15 Züge vor Kontrolle nur noch 5 Minuten übrig. Sein junger Gegner ließ sich von der schnellen Ausführung der Züge anstecken, verteidigte sich dabei aber tapfer und kam zum Gegenangriff.

Als beide Spieler bei wenigen Bauern jeweils noch die Dame und verschiedenfarbige Läufer hatten, überzog Woidecks Kontrahent. Statt die Damen zu tauschen, wonach ein Remis kaum mehr vermeidbar gewesen wäre, schluckte er einen vergifteten Bauern, wonach er sich in einem Mattnetz wiederfand. Damit war der Waldseer Sieg verdient, aber mit einem Mannschaftspunkt weniger als Tabellenführer Markdorf III reichte es „nur“ zum dritten Platz. Mit neuem Schwung soll aber der nächste Aufstieg in die Bezirksliga angepeilt werden.




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