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Auf dem Weg zur Sebastianskapelle

Bei Sturm und Regen vier Rosenkränze gebetet



Foto: Günter Brutscher
Die Mennisweiler Pilgergruppe.

Mennisweiler – Die Tradition des Pilgerns zur Sebastianskapelle auf der Grabener Höhe an „Hagelfeiere“ bleibt. Selbst wenn es anfänglich nur sechs Bastianijüngerinnen und -jünger waren, die sich am 2. Januar vom Stoßlerhof aus auf die fast zweieinhalbstündige Wallfahrt zur Kapelle und zurück begaben, werden die Mennisweiler auch ein zweites Mal an oder um den Gedenktag des Heiligen Sebastian am 20. Januar sich auf die traditionelle Pilgerschaft begeben.

An „Hagelfeiere“, also am 2. Januar, werden sich die Menschen auf dem Land alljährlich bewusst, dass das Gedeihen der Frucht und damit die Nahrungsversorgung der Menschen doch immer auch vom Wetter abhängt und also nicht nur dem Geschick und dem Einsatz der Landwirte zu verdanken ist. Um gutes Wetter und Verschonung „vor Blitz, Hagel und Ungewitter“ schon zu Beginn des Jahres zu beten, ist also weiterhin guter Brauch. Das Wetter spielt jedes Jahr auch für die Pilger eine nicht unbedeutsame Rolle. Entweder ist es bitterkalt, regnerisch oder, wie am 2. Januar diesen Jahres, stürmisch. So verbeugten sich die Fichten im Wald auf der Grabener Höhe zuweilen nicht nur ehrfurchtsvoll vor den mittlerweile zehn Pilgern der Mennisweiler Gruppe, sondern gar bedrohlich. Dem Gebetsfluss konnten aber auch die stürmischen Böen keinen Abbruch tun. Im Gegenteil: Die traditionellen vier Rosenkränze, also zwei Mal der freudenreiche und jeweils ein Mal der schmerzhafte und der glorreiche Rosenkranz waren schon auf dem Rückweg noch in Haidgau fertig gebetet, so dass auch noch Zeit blieb, über die Erlebnisse auf dem Bastianiweg und eben über alles, was sonst noch wichtig ist, zu plaudern und sich auszutauschen. Die Gespräche wurden dann mit den Betern in der Mennisweiler Eligiuskapelle, die parallel zu denen auf dem Pilgerweg sich versammelten, und den Molpertshauser Pilgern im Gasthaus „Adler“ in Molpertshaus, fortgesetzt.

Heuer ein Unentschieden

Ach, übrigens: Der ortsinterne „Beterwettbewerb“ darüber, wer die größere Gruppe stellt, blieb in diesem Jahr unentschieden. In den früheren Jahren waren es immer die Mennisweiler, die die größere Gruppe stellten, 2024 begaben sich auch die Molpertshauser mit zehn Pilgern auf den Weg zu der weihnachtlich geschmückten, 758 Meter hochgelegenen Sebastianskapelle.




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