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Große Veränderungen im „Aschenwald“

Baum-Erkrankungen erfordern umfangreiche Fällungen



Foto: Brigitte Göppel
Paul Gerzen vom Bereich Baumkontrolle der Stadt zeigt eine stark fortgeschrittene Stammfußnekrose.

Bad Waldsee – Die stattlichen Eschen im „Aschenwald“, teilweise bis zu 80 Jahre alt und bis zu 30 Meter hoch, sind schwer krank und müssen gefällt werden. Diese Maßnahme wird erhebliche Veränderungen in diesem stadtbildprägenden Bereich mit sich bringen, da der „Aschenwald“ überwiegend aus Eschen besteht. Der „Aschenwald“ wird nicht als echter Wald, sondern als: „waldähnliche Struktur“ bezeichnet.

Die schwerwiegenden Gesundheitsprobleme der Eschen werden durch den Holzfäuleerreger Hallimasch verursacht. Dieser Pilz greift die Wurzeln an und gefährdet die Standfestigkeit der Bäume. Der Hallimasch hatte leichtes Spiel, da sich in den Baumspitzen der Pilz „Falsches Weißes Stängelbecherchen“ festgesetzt hat, der das Eschentriebsterben auslöst. Ein geschwächter Baum hat dann keine Chance mehr gegen den Hallimasch.

Entwicklung seit Langem beobachtet

„Schon seit mehreren Jahren mussten wir vereinzelt Bäume der Gattung Esche aufgrund dieses Pilzbefalls fällen. Unsere eingehenden Kontrollen haben nun gezeigt, dass der Großteil der Eschen im Aschenwald vom Hallimasch befallen ist. Dieser Pilz führt dazu, dass die Standsicherheit der betroffenen Bäume rasant abnimmt. Leider gibt es keine Möglichkeit, diesen Prozess aufzuhalten. Noch in diesem Kalenderjahr müssen mindestens 30 Eschen gefällt werden. Es ist sogar möglich, dass noch mehr Bäume betroffen sein werden, so dass über kurz oder lang keine Esche mehr im ‚Aschenwald‘ stehen wird“, erklärt Paul Gerzen vom Bereich Baumkontrolle der Stadt Bad Waldsee. Er hat alle Bäume mit großer Sorgfalt untersucht und die Ergebnisse dokumentiert.

Frühzeitige Information

Die Stadtverwaltung ist sich der Tragweite dieser Maßnahme bewusst und möchte die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig und transparent darüber informieren. Die Fällungen sind notwendig, um die Sicherheit der Waldbesucher und Anlieger zu gewährleisten und eine Gefährdung durch umstürzende Bäume zu verhindern.

Fällungen in zwei Etappen

Die Fällungen werden voraussichtlich in zwei Abschnitten durchgeführt. Für den Abschnitt Frauenbergstraße, der den gesamten Tag hindurch gesperrt werden muss, ist der Montag, 30. Dezember, als exaktes Datum festgelegt.

Neuaufforstung

Selbstverständlich werden nach den Fällungen wieder neue Bäume gepflanzt. In enger Zusammenarbeit mit Stadtförster Martin Nuber werden nun Baumsorten ausgewählt, die dem Klimawandel besser standhalten können. Dabei wird auf die Empfehlung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung für das Jahr 2100 zurückgegriffen. „Es wird ein komplett anderer Wald werden, das ist klar“, so Paul Gerzen. „Hier fehlte bisher die Biodiversität, das heißt die Risikoverteilung auf mehreren Schultern. Das werden wir mit den Ersatzpflanzungen ändern“, ergänzt Martin Nuber

Auch in anderen Bereichen, wie in der Krumhalde oder im Eschle, werden in nächster Zeit Eschen gefällt werden müssen. Dort stehen allerdings nur einzelne Bäume und kein ganzer „Wald“.

Auf diesem Bild sieht man die schwarzen Rhizomorphen des Hallimasch, der die Wurzeln der Bäume angreift. Foto: Brigitte Göppel

Bald wird der „Aschenwald“ nicht mehr wiederzuerkennen sein, da fast alle Eschen krankheitsbedingt gefällt werden müssen. Foto: Brigitte Göppel




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