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Eine mehr als 20-köpfige Ministrantenschar in der kleinen Pfarrgemeinde Molpertshaus

Als Pfarrer Stegmaier den Berufsberater etwas ratlos werden ließ



Foto: Günter Brutscher
Die vier in die Ministrantenschar von Molpertshaus neu aufgenommenen Erstkommunionkinder.

Molpertshaus – Das gibt es auch in der Kirchengemeinde St. Katharina in Molpertshaus nicht in jedem Jahr. Alle vier Erstkommunionkinder im Kirchenjahr 2023 wurden am dritten Advent des Jahres in die mehr als 20-köpfige Ministrantenschar aufgenommen.

Dass nun mit Frieda, Julia, Magnus und Tom vier weitere Minis sich bereit erklärten, den Dienst am Altar mitzumachen, bezeichnete Pfarrer Klaus Stegmaier als „vorgezogenes Weihnachtsgeschenk“ an die Kirchengemeinde. Gleich zu Beginn des Gottesdienstes traten die Vier an den Altar und antworteten auf die Frage, ob sie bereit sind für die Aufgaben, die auf sie zukommen: „Mit Gottes Hilfe bin ich bereit“. Diese Bereitschaft bekräftigten sie in der würdevollen Aufnahmefeier im Rahmen des Adventsgottesdienstes noch einmal mit einem Gebet, das sie gemeinsam mit dem Pfarrer sprachen.

Danach überreichten die beiden Oberministranten Ellen Liebrich und Simon Kling dem „Mini-Nachwuchs“ eine Plakette mit der Zusage „Ich bin mit dir“. In seiner Ansprache bei der Ministrantenaufnahme wurde deutlich, dass sich der leitende Pfarrer der Seelsorgeeinheit Oberes Achtal, Klaus Stegmaier, der erst vor einem Vierteljahr sein 25-jähriges Priesterjubiläum feiern durfte, so richtig freute, dass die vier Neuen auch ein Zeichen der Hoffnung für die Kirchengemeinde sind. Er selbst gab in diesem Zusammenhang auch eine Anekdote aus seiner Karriere als Ministrant preis.

So schilderte er, wie er bei seiner eigenen Ministrantenaufnahme doch sehr aufgeregt war, weil er ja alles richtig machen wollte und die von Albrecht Dürer in einem berühmten Bild dargestellte Gebetshaltung auch die ganze Stunde durchhalten wollte. Er sei allerdings immer sehr gerne Ministrant gewesen. Als er nämlich in der neunten Schulklasse bei der Berufsberatung nach seinem Berufswunsch gefragt wurde, tat er voller Überzeugung kund, dass er „eigentlich ein Leben lang Ministrant bleiben möchte“. Daraufhin sei der Berufsberater doch etwas ratlos geworden. Ein der Familie bekannter Pfarrer aber habe dann die Lösung gefunden: „Du wirst Pfarrer, dann kannst du ein Leben lang am Altar deinen Dienst versehen“. Daran erinnere er sich immer, wenn er im Hochgebet den Satz spricht: „Wir danken Dir, dass du uns berufen hast, vor dir zu stehen und dir zu dienen“.

Ehrungen für viele Jahre Dienst am Altar

Zum Schluss des Gottesdienstes wurden noch vier Ministrantinnen und Ministranten geehrt, die schon seit fünf oder gar zehn Jahren als Messdiener, wie das Ehrenamt auch bezeichnet wird, im Gottesdienst mitwirken. Seit zehn Jahren ministriert der mittlerweile 20-jährige Kevin Fluhr, immer wieder auch gemeinsam mit seinen drei jüngeren Brüdern. Für fünf Jahre wurden Emma Wassner, Lina Kilian und Valentin Maucher geehrt. Alle erhielten, wie auch die Neuministranten, ein Geschenk und einen Gutschein als Anerkennung für ihre Treue.

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