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Feuerwehr schaute auf das Jahr 2024 zurück

330 Einsätze – 69 Menschen aus Notsituationen befreit



Foto: Brigitte Göppel, Stadt Bad Waldsee
Ehrung der Stadt für 30 Jahre: Matthias Lessig (3. von rechts). Ehrungen Land Baden-Württemberg Feuerwehr Ehrenzeichen Bronze für jeweils 15 Jahre: Markus Gleinser (5. von rechts) und Johannes Heimpel. (4. von rechts). Mit auf dem Bild links Oberbürgermeister Matthias Henne, daneben Stadtbrandmeister Alois Burkhardt, rechts Kreisbrandmeister Oliver Surbeck und links neben ihm Michael Otto, Vorsitzender des Feuerwehrkreisverbandes.

Bad Waldsee – Die Feuerwehr Bad Waldsee hat im Jahr 2024 insgesamt 69 Menschen aus den verschiedensten Notlagen gerettet – eine beeindruckende Zahl, auf die die 196 Feuerwehrangehörigen der Gesamtwehr mit Recht stolz sein können. Insgesamt leisteten sie 6796 ehrenamtliche Einsatzstunden, davon 1872 Stunden beim Hochwassereinsatz Ende Mai. „Das ist eine außergewöhnliche Leistung“, betonte Kommandant Alois Burkhardt bei der Jahreshauptversammlung am 31. März.

Zu Beginn seiner Rede rief er die Anwesenden dazu auf, der sechs verstorbenen Menschen zu gedenken, die trotz aller Bemühungen nicht mehr gerettet werden konnten.

Anschließend folgten die Berichte der einzelnen Abteilungen, der Kassenbericht und die einstimmige Entlastung. Danach gab Kommandant Alois Burkhardt einen Überblick über das zurückliegende „Feuerwehr-Jahr 2024“.

196 Feuerwehrangehörige

Im Jahr 2024 gehörten der Gesamtfeuerwehr Bad Waldsee 196 Mitglieder an, darunter:
·         73 in der Abteilung Stadt (sechs davon zusätzlich in einer weiteren Abteilung)
·         21 in der Abteilung Reute-Gaisbeuren
·         21 in der Abteilung Haisterkirch
·         25 in der Abteilung Michelwinnaden
·         23 in der Abteilung Mittelurbach
·         21 in der Altersabteilung
·         26 in der Jugendfeuerwehr
Zusätzlich sind 37 Mitglieder im Spielmannszug aktiv.

Von den 149 aktiven Feuerwehrleuten sind zehn Frauen. Kommandant Burkhardt betonte, dass sich knapp 1 % der Bürgerinnen und Bürger in der Freiwilligen Feuerwehr engagiert. Neue Mitglieder seien jederzeit herzlich willkommen in der Blaulichtfamilie.

Die Einsätze im Einzelnen

Die Feuerwehr Bad Waldsee wurde im Jahr 2024 zu 330 Einsätzen alarmiert, darunter:
·         30 Brände
·         52 Einsätze aufgrund ausgelöster Brandmeldeanlagen
·         228 technische Hilfeleistungen
·         6 Fehlalarmierungen
·         10 sonstige Einsätze

Zusätzlich wurden 14 Überlandeinsätze sowie 15 Feuersicherheitswachen durchgeführt.

Bei den Einsätzen erlitten zwei Feuerwehrangehörige Verletzungen – glücklicherweise nur leichte. Besonders viele Einsätze gab es im Bereich Unwetter und Hochwasser (86 Einsätze) sowie bei Fahrzeugbränden (10 Einsätze). „Besonders belastend sind Einsätze, bei denen jede Hilfe zu spät kommt“, sagte Burkhardt. Er dankte der Notfallseelsorge, die den Einsatzkräften in solchen Fällen stets zur Seite stehe.

Ausbildung und Neuanschaffungen

Die Feuerwehrabteilung Stadt absolvierte 48 reguläre Übungen, dazu kamen Sonderübungen und Lehrgänge. Außerdem wurden Leistungswettbewerbe bestritten und 143 Stellungnahmen erstellt.

Neu angeschafft wurden:
·         Ein Mannschaftstransportwagen für die Abteilung Haisterkirch
·         Geräte für den digitalen Einsatzstellenfunk
·         Ersatzbeschaffung des SW2000 als GW-T L2S – die Lieferung wird voraussichtlich 2026 erfolgen

Tag der offenen Tür am 14. September

Die Fahrzeugsegnung der beiden neuen Löschfahrzeuge HLF20 und LF20 – Auslieferung im Frühjahr 2025 – ist für den Tag der offenen Tür am 14. September geplant. Zudem nimmt die Planung für das neue Feuerwehrgerätehaus in Michelwinnaden konkrete Formen an.

Der Dank des Kommandanten

Ein besonderer Dank ging an die Stadtverwaltung und den Gemeinderat für die hervorragende Zusammenarbeit. „Man spürt, dass Stadt und Gemeinderat 100 % hinter uns stehen“, lobte Alois Burkhardt. Er dankte außerdem den Partnerinnen und Partnern der Feuerwehrangehörigen sowie den Arbeitgebern, dem Kreisbrandmeister, dem Kreisverbandsvorsitzenden, seinem Stellvertreter Thomas Woserau, den Zugführern, Gruppenführern, der Jugendfeuerwehr und allen Feuerwehrangehörigen für ihr Engagement.

Der Dank des Oberbürgermeisters

Oberbürgermeister Matthias Henne würdigte in seinem Grußwort den unermüdlichen Einsatz der Feuerwehr Bad Waldsee: „Hier trifft Professionalität auf gesunden Menschenverstand, hier trifft höchster Ausbildungsstand auf gegenseitige Kameradschaft, hier trifft Einsatzbereitschaft für unsere Stadt auf Herzblut.“ Er erinnerte an zwei besondere Einsätze im vergangenen Jahr: Den Amok-Fehlalarm am Schulzentrum Döchtbühl und den Hochwassereinsatz am Fronleichnamswochenende. Dabei habe sich gezeigt, wie wertvoll der gemeinsam mit Alois Burkhardt entwickelte städtische Alarm- und Einsatzplan für außergewöhnliche Ereignisse sei. „Alle Einsatzkräfte haben beim Hochwassereinsatz unermüdlichen Einsatz gezeigt und damit großen Schaden für die Bevölkerung abwenden können. Das Wichtigste ist: Kommen Sie immer wieder wohlbehalten von Ihren Einsätzen zurück! Dies wünsche ich Ihnen von Herzen – verbunden mit dem Dank der gesamten Stadt, des Gemeinderats und der Ortschaftsräte für Ihren Dienst an der Gesellschaft.“

Der Dank von Seiten der Ortschaften

Ortsvorsteher Matthias Covic (Haisterkrich) sprach im Namen aller Ortschaften seinen Dank aus: „Danke, dass Sie sich tagtäglich für unsere Gemeinschaft einsetzen, dass Sie Gefahren trotzen und anderen helfen – oft unter schwierigsten Bedingungen.“

Wertschätzung auf Kreisebene

Kreisbrandmeister Oliver Surbeck hob die große Bedeutung der Feuerwehr Bad Waldsee für den Landkreis hervor.

Er sprach außerdem über den Operationsplan Deutschland (OPLAN DEU), der die Landes- und Bündnisverteidigung mit zivilen Unterstützungsleistungen verbindet. Surbeck informierte über die Herausforderungen eines hybriden Krieges, darunter Cyberangriffe, Sabotage und Terroranschläge und betonte: „Diese Herausforderungen können nicht rein militärisch bewältigt werden, sie müssen gesamtstaatlich und gesamtgesellschaftlich gemeistert werden.“ Er erklärte, dass es in der NATO eine Truppenverlagerung an die Ostflanke geben könnte, wodurch Deutschland zur Drehscheibe würde. „Ich hoffe, dass diese Pläne nie umgesetzt werden müssen“, so Surbeck.

Der Dank der Feuerwehrmutter

Das abschließende Wort hatte Feuerwehrmutter Sonja Wild, die im Namen des Gemeinderats allen Feuerwehrangehörigen ihren Dank aussprach: „Jeden Tag aufs Neue stellt Ihr unter Beweis, dass unsere Feuerwehr mit allen Teilorten gut aufgestellt ist. Wir sind froh und dankbar, eine so motivierte und engagierte Wehr zu haben.“

Wahl Feuerwehrausschuss

Die turnusmäßig anstehende Wahl der Feuerwehrausschussmitglieder wurde in offener Wahl und somit ruckzuck durchgeführt. Abteilung Stadt: Matthias Lessig, Michael Christ, Marcel Huber und Johannes Frick; Abteilung Reute-Gaisbeuren: Markus Rist; Abteilung Haisterkirch: Andreas Nothhelfer; Abteilung Mittelurbach: Richard Kling und Abteilung Michelwinnaden: Doris Boos.

Neue Feuerwehrangehörige
Zur Probe aufgenommen wurden: Sabrina Scheeren, Jonas Keck, Maurice Stiller sowie Fabian Behler (Michelwinnaden). Aufgenommen wurden: Janina Bauhofer, Dominik Scholz und Tom Steiner (Abteilung Stadt) sowie Leon Krattenmacher (Haisterkirch) und Tom Steiner (zusätzlich Mittelurbach).

Beförderungen
Feuerwehrfrau / Feuerwehrmann: Janina Bauhofer, Dominik Scholz, Tom Steiner und Martin Sorg. Oberfeuerwehrfrau / Oberfeuerwehrmann: Julia Altvater, Sonja Fehr, Dominik Gerlach, Marcel Januschewski, Jochen Oberhofer und Claudio Söndgen. Hauptfeuerwehrmann: Johannes Heimpel, Jonas Steinhauser und Marcel Steinhauser. Löschmeister: Nico Neigum und Steffen Spehn. Oberlöschmeister: Richard Kling, Christoph Lemmle und Manuel Lemmle. Brandmeister: Marcel Huber.

Verabschiedung
Abteilung Stadt: Anja Müllen, Stefanie Müllen, Michael Fitz, Norbert Nömer, Wolfgang Räth und Wolfgang Schröer. Abteilung Reute-Gaisbeuren: Karl-Heinz Späth. Abteilung Haisterkirch: Fabian Fuchs. Abteilung Michelwinnaden: Lukas Preiß.




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