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“Hommer’s it schee – wa willsch no meh”

OigaArt begeistert mit dem neuen Programm „Häck Mäck“



Foto: Erwin Linder
Die sechs großen Kleinkünstler von „OigaArt“ sind auch sängerisch stark. Unser Bild zeigt von links: Flo Angele, Heiner Roth, Oli Kübler, Claudia Martin, Barbara Kunze und Benno Ruetz.

Aulendorf – Am vergangenen Wochenende (26./27.11.) standen die Akteure von OigaArt, dem kabarettistischen Aushängeschild des Kleinkunstvereins Aulendorf, auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Mit ihrem neuen Programm „Häck Mäck“ begeisterten sie das Publikum im ausverkauften Saal der „Spielerei“ im Hofgarten. Eine Lachsalve nach der anderen belohnte die Akteure auf der Bühne. Keine Angst, wer für die Aufführungen im Herbst keine Karten mehr bekam, kann jetzt schon für Frühjahr reservieren. In März und April sind sieben weitere Aufführungen geplant.

Die wichtigste Voraussetzung für einen gelungenen Besuch bei OigaArt in der Spielerei: „Schwäbisch sottsch scho kenna.“ Sonst geht viel verloren vom Sprachwitz der Akteure.

Die sechs Kabarettisten Barbara Kunze, Claudia Martin, Heiner Roth, Oliver Kübler, Florian Angele und Benno Ruetz leisten Schwerarbeit auf und hinter der Bühne. Sie nehmen die Zuschauer in insgesamt 20 Szenen, elf vor der Pause und neun danach, in immer neuen Zusammensetzungen, immer neuen Kostümen mit auf einen Streifzug durch das alltägliche Absurdistan. Dabei wechseln sich urkomische Sketche mit musikalischen Einlagen und bissigen Monologen ab. Da quält sich der Autonarr, in kurzer Hose und Feinripp-Unterhemd hinter seinem Lenkrad vor. Pantomimisch putzt er die Scheiben. „S’beschte für d’Autoscheiba isch Zeidungsbabier. Des lernsch fai in koiner Schuel.“

Spielwitz und Inszenierung

Die schauspielerische Leistung der Akteure ist überzeugend. Wenn Claudia Martin und Barbara Kunze auf der Parkbank sitzen, ihren fiktiven Kindern beim Spielen zuschauen und die Taten der Sprösslinge kommentieren, sitzt jede Geste und jedes Minenspiel. Erst recht, wenn die handgestrickte Windel zum Vorschein kommt.

Die ganze Inszenierung besticht durch ihre kreativen Einfälle, durch witzige Requisiten, unerwartete Pointen und skurrile Figuren.

Sprachwitz und Musik gehen zusammen

Mit Melodien die ins Ohr gehen, vorgetragen am Klavier von Verena Westhäußer, und eingängigen Texten schafft OigaArt eine besondere Dynamik. Hier ist die Musik kein Pausenfüller, sondern ein eingebundener, aber auch eigenständiger, Teil des Stücks. “Hommer’s it schee – wa willsch no meh” – so lautet der Refrain von einem der Ohrwürmer.

Der zweite Teil

Noch schneller als vor der Pause wechseln sich hier die Szenen ab. „Das Leben ist ein Kaltes Büffet, wo ich leckre Sachen seh, ich frage mich, oh Mann oh Mann, wie komm ich nur an die Sachen ran“, singt die Gruppe, um im nächsten Moment schon wieder mit einem heckenschneidenden Biedermann einen neuen Anschlag auf die Lachmuskeln vorzubereiten.

Regie: Thomas Beck

Häck Mäck ist ein rundum gelungenes Kabarett-Programm aus der Feder und unter der Regie von Thomas Beck. Unterhaltung mit Tiefgang zu vereinen ist Beck mit diesem Programm hervorragend gelungen. OigaArt hat sich damit mitten in die Herzen seines Publikums gespielt.

Die Frühjahrstermine

Hier die Frühjahrtermine: Am 8.3., 9.3., 22.3.,5.4., 6.4. und 12.4. gibt’s weitere Aufführungen in der Spielerei in Aulendorf. Unter https://www.oigaart.com kann man jetzt schon buchen.
Text und Fotos: Erwin Linder

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Fotos: Erwin Linder

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