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Die Freude der Vierbeiner

Hundebadetag am Steeger See – ein Fest für alle Fellnasen



Foto: Erwin Linder
Einmal im Jahr öffnet das Freibad am Steegersee seine Pforten für Hunde.

Aulendorf – Die Sonne lacht von einem blauen Himmel. Auf dem Parkplatz am Steeger See in Aulendorf stehen am 3. Oktober fast so viele Autos wie an einem schönen Sommertag. Auf diesen Tag haben wir uns das ganze Jahr gefreut. Wir, das sind die beste Ehefrau von allen, ich, und die heutige Hauptperson, Snoopy, unser dreijähriger Airedale-Terrier.

Hundebox auf, Hund an die Leine und rein ins Steege. Heute ist alles anders. Statt vieler Menschen in Badehose und Bikini und weit und breit keiner einzigen Fellnase tummeln sich auf der Liegewiese und am Wasser jede Menge Vierbeiner und die Zweibeiner sind alle ordentlich angezogen.

Ja, das ist was ganz Besonderes und nur einmal im Jahr und nur in Aulendorf: Hundebadetag im öffentlichen Freibad.

Kaum haben wir die Eingangstür passiert, lassen wir unseren Snoopy von der Leine und ab geht die Post.

Geschätzte 150 Hunde und ihre Besitzer verteilen sich auf der Liegewiese. Da trabt ein riesiger Wolfshund unbeeindruckt von Mensch und Tier völlig gelassen über die Wiese. Dort wuseln Hunde, die in eine Damenhandtasche passen, zwischen Menschen und Vierbeinern.

Balljunkies rasen ihren Bällen hinterher, die Wasserratten unter den Hunden plantschen vergnügt im See herum.

De Fellnasen interessieren sich kaum für die Menschen. Viel lieber sind sie unter sich. Beschnüffeln sich gegenseitig. Rasen miteinander um die Wette. Auf der schönen großen Wiese ist Platz für ausgelassene Spiele. Ist einer mal zu aufdringlich, wird er mit einem kurzen Beller hinter hochgezogenen Lefzen zurechtgewiesen: So nicht.

Entspannt geht es zu am Steeger See. Keine Hektik und kein Stress unter Mensch und Tier. Hunde, die vom Welpenalter an sozialen Kontakt mit anderen Hunden hatten und ihn auch im Erwachsenenalter weiterhin haben, kommen gut mit Artgenossen klar. Unter Rüden und unter Hündinnen kann es schon mal ein Abchecken über die Rangordnung geben, aber das ist schnell geklärt. Wichtig ist, dem Hund immer wieder die Gelegenheit zu geben, sich in sozialen Gruppen zu bewegen.

Snoopy ist begeistert. Er rennt von Hund zu Hund, schnüffelt hier und lässt sich da beschnüffeln. Rennt mit Großen und Kleinen kreuz und quer durchs Gelände. Immer wieder mal ein Blick: Ist mein Herrchen auch noch ein der Nähe? Dann ist alles ok?

„Ist das Ihr Airedale? Der hat gerade ein Geschäft gemacht.“ Ich hab’s schon gesehen und die Hundekacktüte in der Hand. Das gehört ja nicht nur beim Hundebadetag so, dass man die Hinterlassenschaft seiner Fellnase mitnimmt.

Jetzt hat Snoopy seinen Spielkameraden vom letzten Jahr entdeckt. Warum sich gerade die beiden so verstehen, erschließt sich uns nicht. Ist auch egal. Hauptsache, die Hunde haben Spaß.

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