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Auf dem Gelände der Kunstschmiede Eichler in Eisenfurt

Feuerwehr Aulendorf-Tannhausen führte Hauptübung durch



Foto: Peter Sonntag
Klaus Laub, BM Matthias Burth, Jörg Ohlinger, Ov Margit Zinser Auer.

Aulendorf – Am vergangenen Wochenende führte die Freiwillige Feuerwehr Aulendorf-Tannhausen ihre diesjährige Hauptübung in Eisenfurt durch. Die Übung fand auf dem Gelände der Kunstschmiede Eichler statt und diente sowohl der Schulung der Einsatzkräfte als auch der Präsentation der Leistungsfähigkeit der Feuerwehr für die Öffentlichkeit. Gesamtkommandant Martin Seifert, ein waschechter Tannhauser, mischte sich unter die Einsatzkräfte und arbeitete tatkräftig mit.

Szenario und Ablauf der Übung moderierte Jörg Ohlinger von der Feuerwehr Aulendorf, wie die Jahre zuvor fachkundig und lebhaft.

Übungsszenario

Das Übungsszenario sah einen Brand in der Werkstatt der Kunstschmiede vor, der durch einen vermeintlichen Funkenflug beim Schweißen ausgelöst wurde. Aufgrund der komplexen Struktur des Gebäudes mit mehreren Zugängen und der Verwendung von Metall und Gasen als Arbeitsmaterialien gestaltete sich die Lage als anspruchsvoll. Um die Situation realistisch darzustellen, wurden Nebelmaschinen eingesetzt, um dichten Rauch zu simulieren. Mehrere Personen, darunter auch Mitarbeiter der Kunstschmiede, wurden als vermisst gemeldet und mussten von den Einsatzkräften gerettet werden. Die Feuerwehr Aulendorf – Tannhausen rückte mit einem Löschzug an, der aus mehreren Einsatzfahrzeugen und einem Tanklöschfahrzeug bestand. Zunächst galt es, die Wasserversorgung sicherzustellen, wofür eine längere Schlauchleitung vom nahegelegenen Weiher aufgebaut wurde. Gleichzeitig begann ein Atemschutztrupp mit der Personensuche im stark verrauchten Gebäude.

Herausforderungen und Schwerpunkte

Besonderes Augenmerk lag auf dem sicheren Umgang mit gefährlichen Stoffen, da in der Schmiede nicht nur Metall, sondern auch brennbare Gase wie Acetylen verwendet werden. Diese Gefahr wurde in die Übung einbezogen, indem die Feuerwehrleute besonders darauf achteten, mögliche Explosionen durch Hitzeeinwirkung zu verhindern. Die Brandbekämpfung erfolgte unter Einsatz von mehreren Strahlrohren, um die entstehenden Hitzequellen effektiv zu kontrollieren. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Menschenrettung. In Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst wurde eine realistische Erstversorgung der geretteten Personen dargestellt. Die Verletzten mussten nicht nur aus dem Gebäude evakuiert, sondern auch an Ort und Stelle stabilisiert werden, bevor der Transport ins Krankenhaus simuliert wurde.

Bürgermeister Matthias Burth zum Fazit der Übung:

Die Übung verlief reibungslos und zeigte, dass die Einsatzkräfte der Feuerwehr Aulendorf-Tannhausen gut auf den Ernstfall vorbereitet sind. Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einheiten, darunter die Atemschutztrupps, die Löschtrupps und der Rettungsdienst, wurde während der Übung besonders hervorgehoben und lief koordiniert ab. Auch die Kommunikation zwischen den Gruppenführern und der Einsatzleitung funktionierte effizient.

Kommandant der Feuerwehr Aulendorf-Tannhausen, Klaus Laub, lobte den Einsatz seiner Mannschaft und bedankte sich bei der Kunstschmiede Eichler für die Bereitstellung des Übungsgeländes. „Die Übung hier hat uns wertvolle Einblicke in den Umgang mit besonderen Brandrisiken gegeben. Wir konnten unsere Fähigkeiten unter realistischen Bedingungen testen und haben gezeigt, dass wir auch in komplexen Einsatzlagen schnell und professionell handeln“, betonte Laub. Abschließend betonte Ortsvorsteherin Margit Zinser-Auer, wie wichtig regelmäßige Übungen dieser Art sind, um die Einsatzbereitschaft zu erhalten und die Sicherheit von Aulendorf und Tannhausen zu gewährleisten. Die Zuschauer, die sich zahlreich eingefunden hatten, verfolgten die Übung mit großem Interesse und bekamen einen Eindruck von der herausfordernden und lebenswichtigen Arbeit der Feuerwehr. Der Elternkreis Tannweiler / Möllenbronn bewirtete mit Kaffee und Kuchen während der gesamten Übung.

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Fotos: Peter Sonntag

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