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Leserbrief

Es gibt andere Prioritäten



Zur Diskussion um den geplanten Turm im Ried

Der Turmbau zu Babel ist uns vom Religionsunterricht in Erinnerung. Der endete bekanntlich in einer Sprachverwirrung. So weit sollte und wird es in Wurzach hoffentlich nicht kommen. Es gibt, wie ich gesehen habe, viele Argumente für und wider den Bau. Denen möchte und kann ich nichts hinzufügen. Dagegen möchte ich auf eine andere Priorität aufmerksam machen.

Meine Meinung: Die Stadt muß erst mal ihre Hausaufgaben im Kurpark und angrenzenden Ried machen. Wege und Brücken sind schon seit Langem, manche seit Jahren, gesperrt wie zum Beispiel die Überquerung des Weihers im Kurpark.

Wann waren die Damen und Herren des HGV zum letzten Mal im Kurpark und Umgebung?

Die Kurstadt Bad Wurzach leistet es sich, ihr Juwel, den Kurpark und angrenzende Wege im Ried vergammeln und sperren zu lassen. Warum, fragt sich der Bürger und Kurgast, der vor gesperrten Wegen und Brücken steht. Wird wohl am Geld liegen, denkt er/sie und kratzt ein bisschen Verständnis für die Misere zusammen.

Dann erfährt er/sie vom Millionenprojekt Turmbau und das „bisschen Verständnis“ ist im Eimer.

Ist diese einfache Betrachtungsweise zum Turmbau wirklich so daneben, dass sie in der bisherigen Diskussion offensichtlich keine Rolle spielt?

Mein persönliches Fazit: Ein Nein zum Turmbau, solange der Gemeinderat nicht nachvollziehbar erklärt, weshalb für den Kurpark kein Geld da ist, für den viel teureren Turm aber offensichtlich sehr wohl.  Falls der Stadtkämmerer erklären sollte, dass für den Kurpark dennoch das Geld da ist, warum geschieht dann so lange nichts? Eine Frage nur so nebenbei!
Josef Heinrich, Bad Wurzach




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