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Elena Becker-Schramms Schüler beim Sommerkonzert im „Prisma“

Gesangsklasse demonstriert höchst eindrucksvolle Leistungen



Bad Waldsee – Elena Becker-Schramms Schüler gaben auf ihrem Sommerkonzert am 5. Juli im Jugendhaus „Prisma“ feinste Kostproben des Erlernten. Acht Sängerinnen und zwei Sänger gestalteten das Konzertprogramm. Die bewährt-vorbildlichen Motivationskünste der Musikpädagogin, gemischt mit viel Probenfleiß, waren mal wieder entscheidende Bausteine für das halbjährlich stattfindende Konzert. Selbst das zeitgleiche Viertelfinale der Fußball-EM konnte die Besucherzahlen nicht schmälern, unter ihnen ein erklärter Fußball-Fan, Bürgermeisterin Monika Ludy. Am Ende des Konzerts äußerte sie sich sehr wertschätzend zu den gebotenen Leistungen aller Beteiligten.

Luisa Jobke

Luisa Jobke überraschte mit dem französischen „Avenir“ (Louane), das bei unseren Nachbarn in den Top-Charts landete. Mit breitem Stimmvolumen und sehr akzentuiertem Vortrag erntete Luisa ein anerkennendes „Phantastisch“ ihrer Lehrerin. Auch der zweite Beitrag „So this is love“ aus dem Disneyfilm „Cinderella“ war bester Beweis ihrer imponierenden Entwicklung.

Rosalie Geiger

Ihr Debüt absolvierte die erwachsene Neuschülerin Rosalie Geiger mit „What I’ve been looking foraus „Highschool-Musical“. Dies gelang ihr bestens. Der vorwiegend in Stimmlage Alt gehaltene Titel stellt zweifellos hohe Anforderungen. Was Schwester Martha kann, kann ich auch, dachte wohl Rosalie und wagte den Schritt auf die Bühne. Die besondere Atmosphäre von „All I ask of you“ aus Phantom der Oper brachte die Neuschülerin bestens zum Ausdruck und wurde mit starkem Applaus belohnt.

Anna Martinez-Schellong

Die erst neunjährige Anna Martinez-Schellong wählte „Ich bin bereit“ (Helene Fischer in „Vaiana“), was zu ihrem erstaunlich sicherem Auftreten kaum besser passen könnte, will sie doch bis zu den weiten Horizonten schauen. Und genau dies tat sie mit „Ich werd’s noch beweisen“ (Frederik Lycke in „Herkules“), wo sie das Niemals-Aufgeben in fast schon routinierter Manier und absolut sicher in allen Registern beschwor. „Einfach der Hammer“, lobte die Lehrerin ihre junge Schülerin. Und weil Anna ein Multitalent zu sein scheint, führte sie in der Konzertpause eine wilde Serie von Radschlagen blitzsauber vor.

Celine Schwarz

Celine Schwarz wartete ebenfalls mit einem französischen Titel auf, mit „Voila“ (Barbara Pravi), der beim European Songtest 2021 Platz zwei erreichte. Obwohl zum Genre Pop gezählt, ist dies eher ein Chanson. Celine steckte die hohen Anforderungen von „Voila“ scheinbar locker mit stählern-klarer Stimme weg. Ihr „When we were young“ (Adele) zeigte, wie sehr sie sich auf besondere Lyrics einstellen kann. Stimme und Körpersprache passten bestens.

Benedikt Rundel

Benedikt Rundel brachte Ed Sheerans „Thinking out loud“ auf die Bühne, ein Song, der erzählt, wie unterschiedlich und ohne Altersgrenzen sich Menschen finden und verlieben können. Benedikt interpretierte dies mit warmer Stimme und gekonnt bis ins tiefe Register, eben genau so, wie Ed Sheeran selbst. Dazu die Lehrerin: „Wer Benedikt hat, braucht keinen Ed Sheeran“. Mit Lionel Richies „Hello“, in dem gar Kopfstimme und sensible Klavierbegleitung unerlässlich sind, hatten sowohl die Lehrerin als auch der Sänger nicht die geringsten Probleme.

Julia Stehle

Auch Julia Stehle brachte einen Sheeran-Song, „Afterglow“, ein romantisches Liebeslied, sehr eingängig und berührend mit schmeichelnder Stimme vorgetragen. Ihr „Not about angels“ (Birdie) im Genre Indie, aber eher eine Ballade, die Kommen und Verschwinden von Engeln (oder Schicksalen?) beinhaltet, brachte Julia treffend mit an- und abschwellender Stimme ins Mikrofon.

Lena Lemmle

Lena Lemmles Beitrag „Almost there“ aus einem Disneyfilm stellt hohe Anforderungen mit Längen und schwierigen Rhythmuswechseln, für die junge Künstlerin aber kein Problem. Das verdiente Lob der Lehrerin: „Einfach toll!“ Zu „Unstoppable“ (Sia) ließ sich Lena aus der „Konserve“ begleiten. Sound und Stimme harmonierten perfekt und waren so raumfüllend, dass man es auch auf einer Openair-Veranstaltung präsentieren könnte.

Kristina Hepp

Ein weiterer Adele-Titel, „Easy on me“ war Kristina Hepps „Überraschung“. Sie begleitete sich selbst an der Gitarre und wich weder stimmlich noch instrumental keiner der großen Schwierigkeiten des Stückes aus. Becker-Schramm ist stolz auf Schüler wie Kristina, die bereits auf den früheren Jahreskonzerten in der Stadthalle immer dabei war und bis heute der Jugendmusikschule treu geblieben ist. Ihr Kompliment zu „Easy on me“: „Wahnsinn!“ Auch das „This is me“ aus „The greatest Showman“ trug sie mit wunderbar geschulter Stimme völlig souverän und harmonisch zwischen Stimme und Gitarre vor.

Martha Geiger

Zwei weitere „Stars“ durften auch diesmal wieder nicht fehlen: Martha Geiger und Niklas Dümmler, ebenfalls von klein an dabei und sich immer noch steigernd! „Meine Martha kommt trotz strengen Dienstes immer wieder zu Proben und so finden wir immer ein Liedchen für die nächsten Auftritte“, so die Lehrerin. Diesmal fiel die Wahl auf “When she loved me”, ein Disney-Soundtrack, und auf ‚Tangled up to you‘ (Staind). Mit perfekter und teils schwingender Stimme meisterte Martha die gesuchte Herausforderung nahezu spielend. Auch das ‚Tangled up to you‘ war wie zu erwarten so sicher, so niveauvoll, so elegant und hinreißend geheimnisvoll!

Niklas Dümmler

Niklas Dümmler schließlich wählte einen Titel aus den Fünfzigern, Johnny Cashs „So doggone lonesome“. Super, wie er Cashs eher Sprechsingstil wiedergab. Dabei war auch der zugehörige Westernhauch deutlich zu erahnen. Begleitet wurde Niklas von der Originalinstrumentierung. Auch zu seinem zweiten Stück ließ sich Niklas aus der Konserve begleiten. Es war „Into the unknown“ aus „Frozen“, ein mitreißender Song, stark rhythmisch wechselnd und sogar mit Sprecheinlage. Der eigens aus Landsberg angereiste junge Waldseer Künstler trug den Titel genial vor.

Martha dankt Elena und überreicht ihr Blumen.

Wie immer bat Becker-Schramm alle Mitwirkenden zum Abschluss auf die Bühne. Großen Applaus beantworteten die Künstler mit demütiger Verbeugung und die Schüler bedankten sich mit einem Blumenstrauß bei ihrer Lehrerin, überreicht von Martha Geiger.
Text und Fotos: Peter Lutz

Elena Becker-Schramm, Musikpädagogin.




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