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Public Viewing

„Oh wie ist das schön“-Gesänge im Kursaal



Foto: Uli Gresser
Klein und groß war hellauf begeistert vom Spiel der deutschen Mannschaft.

Bad Wurzach – Bernhard Schad und seine Genossen können sich freuen: Der EM-Auftakt mit Public Viewing im Bad Wurzacher Kursaal ließ die Fans jubeln und machte Lust auf mehr.

Als das Spiel in München nach der Eröffnungsfeier pünktlich um 21.00 Uhr angepfiffen wurde, hatte sich auch der Saal der Kurhaus-Kulturschmiede in ein erwartungsfrohes schwarz-rot goldenes Fahnen- und Trikotmeer verwandelt.

Bernhard Schad, Obergenosse der Kurhausgenossenschaft, freute sich über den sehr guten Besuch. „Wir hatten kurz überlegt, das Event draußen mit einer LED-Videowand abzuhalten, aber das war zum einen wegen der kühlen Witterung, aber auch vom Aufwand (kompletter Umbau der Infrastruktur) her nicht angebracht.“ Besonders toll fanden es auch viele Eltern, weil sie ihre Kinder einfach laufen lassen konnten.

Dass die deutsche Mannschaft dann ein so begeisterndes Spiel abliefern würde, hätten selbst die kühnsten Optimisten nicht zu hoffen gewagt, denn bereits nach zehn Minuten hatten die Fans zum ersten Mal Grund zum Jubeln, als Youngster Florian Wirtz seine Mannschaft in Führung brachte und damit im Saal ein Euphorie-Feuerwerk entzündete. Was dann wenige Minuten später nach dem 2:0 analog zur Allianz-Arena in erste „Oh wie ist das schön“-Fangesänge mündete.

Mitleid mit den Schotten? – „Aber erst zum Schluss“

Nachdem kurz vor der Pause dann Deutschland per Elfmeter auf 3:0 erhöhen konnte, hatte Christine König in der Halbzeitpause bereits Mitleid mit der schottischen Mannschaft: „Als Englisch-Lehrerin gönne ich den Schotten schon ein Tor.“ „Aber erst zum Schluss“, kam dann prompt der Einwand eines anderen „Public-Viewers“.

Als dann in den ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit die Stimmung – trotz einer drückenden Überlegenheit der Männer im fast traditionellen schwarz-weißen Trikot – etwas müderwurde, hob Niklas Füllkrug den Stimmungspegel deutlich an. Daran konnten auch das wegen Abseits aberkannte weitere Tor sowie das Eigentor von Rüdiger zum 1:4 wenig ändern. Somit sollten auch die beiden „Auguren“ der Halbzeitpause noch zu ihrem Recht kommen.

Aber damit war das Spiel noch nicht zu Ende: Mit dem 5:1 – praktisch mit dem Schlusspfiff – machten die Akteure auf dem Rasen in München das Spiel endgültig zu einem Spiel der Superlative: Es war der höchste EM-Sieg einer deutschen Mannschaft.

Geradezu berauscht – und das keineswegs vom Alkohol – verließen die kleinen und großen Fans, darunter die TSG-Fußballer, die als größte Gruppe jeweils ein Freibier spendiert bekamen, danach den Saal.

„Wir kommen wieder“

Und auch die Prominenz, wie etwa frischgewählte Gemeinderäte oder Vorstandsmitglieder des HGV, waren sich einig: „Wir kommen am Mittwoch zum zweiten Spiel wieder.“

Am Mittwoch möglicherweise openair

Weil das dann am späten Nachmittag um 18.00 Uhr angepfiffen wird und falls es das Wetter zulässt, könnte dies durchaus dann ein Open-Air-Event werden.

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Fotos: Uli Gresser

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