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Jahreshauptversammlung

Große Ehrungen für verdiente Mitglieder des DRK-Ortsvereines Bad Wurzach



Foto: Ulrich Gresser
Für langjährige ehrenamtliche Tätigkeit bei der DRK-Jahresversammlung in Dietmanns geehrt wurden (von links): Ramona Brugger, Monika Brugger, Anita Engeser, Richard Brugger, Karl-Heinz Eisenbarth und August Hartmann (alle mit Urkunden). Die Ehrungen wurden ausgesprochen von der DRK-Vorsitzenden Petra Greiner (Dritte von rechts). Sibylle Allgaier (rechts) als Vertreterin der Bürgermeisterin dankte im Namen der Stadt.

Dietmanns – Petra Greiner konnte zur diesjährigen Jahreshauptversammlung des DRK-Ortsvereines Bad Wurzach im „Adler“-Saal in Dietmanns rund 50 Mitglieder begrüßen – und damit etwas weniger als sonst üblich. Die Ortsvereinsvorsitzende konnte dies auch begründen: Als das Vorstandsteam im November den Termin beschlossen hatte, waren Terminkollisionen mit anderen Vereinsversammlungen noch nicht in Sicht. Es habe sich aber im Laufe der Zeit herausgestellt, dass nun just an diesem Wochenende doch noch einige andere Vereinsversammlungen Im Bereich der Großgemeinde Bad Wurzach stattfinden würden.

Familie Brugger: In der Summe 105 Jahre für das Rote Kreuz

Höhepunkt der DRK-Jahresversammlung waren die Ehrungen. Unter den Geehrten gab es eine Besonderheit: Die Familie Brugger wurde für 105 Jahre Ehrenamt für das DRK geehrt. Mutter Monika und Vater Richard für je 40 Jahre, Tochter Ramona für 25 Jahre.

Ehrennadeln für Karl-Heinz Eisenbarth und August Hartmann

Karl-Heinz Eisenbarth und der langjährige Vorstand des DRK Ortsvereines Bad Wurzach August Hartmann, beide seit 50 Jahren im DRK, wurden mit der DRK-Ehrennadel ausgezeichnet.

Das Ehepaaar Heydrich

Die längsten Mitgliedschaften laufen seit 55 und 65 Jahren. Es ist das Ehepaar Heydrich. Dr. Frank Heydrich ist dem Roten Kreuz seit 65 (!) Jahren treu; seine Frau Christa gehört seit 55 Jahren zum DRK Bad Wurzach.

Anita Engeser wurde für 40 Jahre Jahre im Dienste des DRK ausgezeichnet. 35 Jahre Mitglied im DRK Bad Wurzach ist Torsten Menig. Weiter wurden geehrt: Siegfried Neuhoff (30 Jahre), Alexander Riss (25) und Pierre Brugger (20).

„Unbezahlbar“

Petra Greiner hatte ihren Rechenschaftsbericht mit dem bemerkenswerten Satz begonnen: „Ehrenamt ist keine Arbeit, die nicht bezahlt wird, Ehrenamt ist eine unbezahlbare Arbeit.“ Und das ehrenamtliche Engagement des DRK-Ortsvereines sei viel mehr als Rettungsdienst und Erste Hilfe. „Für jeden Einsatz, jede Tätigkeit, die wir den Menschen zur Verfügung stellen, werden ehrenamtliche Helfer/innen benötigt.“ Und dieses „wichtigste Gut“, das der Verein besitze, sei, wie in vielen anderen Vereinen, nicht im Überfluss vorhanden. Aber: „Ich bin froh, in unserem Ortsverein noch genügend engagierte Mitglieder zu haben, die aktiv all unsere Aufgaben das ganze Jahr übernehmen und bewältigen.“ Dafür sprach sie allen Aktiven ihren ausdrücklichen Dank aus.

Um an die Aktiven des Vereines ein dauerhaftes Signal zu setzen, habe der Ortsverein im vergangenen Jahr große Anstrengungen unternommen, dass ihnen ihre Aufgaben leichter von der Hand gehen. „Dafür wollen wir die Rahmenbedingungen schaffen, um Aufgaben und Dienstabende interessant zu gestalten, Pflicht- und Teamfortbildungen zu einem Event werden lassen.“ Natürlich mit der Hoffnung, „auch für zukünftige Mitglieder ein attraktiver Verein zu sein, dem man sich gerne anschließen möchte.“

Bei einem Zukunftsworkshop hatte sich „Kommunikation“ als Top-Thema herauskristallisiert: Aus mehreren kleinen WhatsApp-Gruppen wurde eine gemeinsame Newsletter-WhatsApp-Gruppe. Auch auf dem Technik-Sektor gab es einige Veränderungen– etwa bei Mailadressen oder bei der Organisation der Sanitätsdienste. Die Homepage des Ortsvereines wurde auf den neuesten Stand gebracht und es wurden Social-Media Kanäle bespielt und das dafür erforderliche Team aufgestockt.

Greiner freute sich auch, dass bei den Blutspendeterminen die Bewirtung wieder möglich war und der Henry-Treff wieder aktiviert werden konnte, wo sich alle, die dem DRK-Ortsverein nahe stehen, treffen können. In ihrem Ausblick für 2024 hob sie die großen Investitionen, die anstehen hervor: Das in die Jahre gekommene Einsatz-Zelt muss erneuert werden, aber auch Zelte des Jugend-Rot-Kreuzes müssen repariert werden. Aber auch in die Ausbildung und Ausstattung investiert der Ortsverein, damit die Kamerad/innen bei den Sanitätsdiensten gut ausgebildet bei Notfällen helfen können.

292 Einsätze

Nick Leupolz, DRK-Bereitschaftsleiter in Bad Wurzach, eröffnete seinen Bericht mit Statistiken. Er stellte fest, dass die Einsatzstatistik für 2023 nahezu identisch mit der des Vorjahres war: 292 Einsätze hatten die Helfer vor Ort (HvO) zu verzeichnen, die Einsatzgruppe wurde zu 15 Einsätzen gerufen. Das Gros der HvO Einsätze betraf mit 109 die Stadt, gefolgt von Arnach (53), Hauerz (41) und Unterschwarzach (33).

Vier Einsätze der Einsatzgruppe entfielen auf Brandmeldeanlagen, drei auf Brände in unbewohnten Gebäuden, je zwei auf Brände im Freien und in Wohngebäuden. Zwei weitere wurden bereits bei der Anfahrt abgebrochen. Je ein Einsatz wurde wegen eines Verkehrsunfalles bzw. auslaufende Mittel /Gefahrgut erforderlich.

Vier Blutspendeaktionen

2023 wurden vier Blutspendeaktionen durchgeführt, jeweils zwei in Bad Wurzach und zwei in Seibranz.

In seinem chronologisch aufgebauten, humorvoll vorgetragenen Jahresbericht wechselten sich dienstliche Ereignisse (Sanitätsdienste bei Veranstaltungen, Fortbildungen) und Events mit sozialen (Neujahrscafé für Flüchtlinge, Frühlingscafé für Senioren, „Licht für die Alten“) mit kameradschaftlichen Veranstaltungen (Kässpatzen-Essen, Ausflüge) ab. Besondere Highlights waren die Organisation des Helfertages in Seibranz, die Großübung bei Verallia, der Blaulichttag und das 50-jährige Jubiläum des Jugendrotkreuzes. Im Rahmen des zweitägigen Jahresausfluges hatte der Ortsverein dabei auch die Gelegenheit, den Rettungshubschrauber Christoph 17 sowie die Rettungsleitstelle in Kempten näher kennenzulernen.

Fast 400 Stunden

Silvia Neubauer berichtete über die Aktivitäten der DRK-Sozialarbeit. Diese reichte vom Seniorencafé am Dreikönigstag in Seibranz über Ausflüge von Menschen mit Handicap und pflegenden Angehörigen, den Gymnastikgruppen für Senioren und Fortbildungen bis hin zur Weihnachtsfeier. Insgesamt investierten die Ehrenamtlichen beeindruckende 381 Stunden in ihr soziales Engagement.

50 Jahre Jugendrotkreuz

Die Leiterin des Jugendrotkreuzes, Laura Klöckler, konnte gleich von mehreren Großereignissen in ihrem Jahresrückblick berichten. Da wäre zum einen das Zeltlager, an dem im vergangenen Jahr 81 Kinder und 29 Betreuer teilnahmen. Zum anderen die Jubiläumsfeier zum 50-jährigen Bestehen des Jugendrotkreuzes Bad Wurzach, die im Zeltlager-Stil aufgezogen ein voller Erfolg war. Und natürlich die Aktion „Licht für die Alten“, die auch in diesem wieder ein voller Erfolg gewesen war. Klöckler berichtete auch von den im Zwei-Wochen-Rhythmus abgehaltenen gutbesuchten Gruppenabenden, bei denen die Kids unter anderem auch die Rettungshundestaffel kennenlernen konnten.

Ihrem ersten Kassenbericht schickte die Kassenwartin des DRK-Ortsvereines, Julia Pätzold, ein großes Dankeschön an ihren Vorgänger Markus Wetzel voraus, der sie das ganze Jahr über unterstützt hatte. Allerdings musste Pätzold der Versammlung von einem dicken Minus berichten. Und auch der Haushaltsplan für dieses Jahr verheißt für den Ortsverein keine finanzielle Erholung, da die Einsatzzelte ersetzt bzw. die des JRK repariert werden müssen. Für die Zahlen konnte Pätzold ja nichts, Kassenprüfer Edwin Krattenmacher bescheinigte ihr eine saubere Kassenführung, so dass die Versammlung ihre Arbeit als Kassenwart mit einer einstimmigen Entlastung honorierte.

Sibylle Allgaier dankte namens der Stadt

Sibylle Allgaier(Bild), die Bürgermeisterin Scherer vertrat, leitete die Entlastung des Gesamt-Vorstands, der die Mitglieder mit einem einstimmigen Votum zustimmten. In ihrem Grußwort zog sie am Weltfrauentag einen Vergleich zur Feuerwehr, was die Präsenz von Frauen im DRK angeht: Bei der Feuerwehr gebe es nur 3 Prozent Frauenanteil, während beim DRK Bad Wurzach deren Anteil viel höher sei – und vor allem: Frauen auch in Führungspositionen aktiv seien. „Ihr seid – nicht nur bei bei Veranstaltungen – nah am Menschen.“ Das Bad Wurzacher DRK schenke mit der Aktion „Licht für die Alten“ alten und einsamen Menschen vielerorts Freude. „Ihr seid Licht für uns alle!“

Prof. Dr. Klaus Schlitz, 1. Kreisbereitschaftsleiter des Kreisverbandes Wangen, berichtete in seinem Grußwort über die Neuigkeiten aus dem Kreisverband. Im vergangenen Jahr wurde die neue Kreisgeschäftsstelle fertiggestellt, mit der der Kreisverband von den Kosten her praktisch eine Punktlandung schaffte. Der Kreisverband konnte ein neues Einsatzleiterfahrzeug beschaffen und die beiden Mannschaften aus dem Kreisverband belegten beim Landeswettbewerb in Münsingen vordere Plätze. Bad Wurzach betreffend: Mit Mandy Zimmermann konnte für die Leitung der DRK-Sozialstation in Bad Wurzach ein „Eigengewächs“ gewonnen werden. In seinem Ausblick verwies er auf den Helfertag, der dieses Jahr am 23. März in Wuchzenhofen stattfinden wird und auf die Kreisversammlung des DRK-Kreisverbandes Wangen am 17. Juli im Kurhaus in Isny.

Verabschiedungen

Mit der Verabschiedung von Udo Neubauer und Richard Brugger als Gruppenführer, die 43 Jahre bzw. 35 Jahre das Amt ausgeübt hatten – und beim DRK Bad Wurzach sozusagen zum lebenden Inventar gehören – endete die diesjährige Hauptversammlung des DRK-Ortsvereines Bad Wurzach.

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