Zum Hauptinhalt springen
Narrensprung in Bad Wurzach

Annähernd 100 Gruppen sorgten für tolle Stimmung



Foto: Ulrich Gresser
Die Pyramide der Freunde des Ungeziefers, die in diesem Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum feiern.

Bad Wurzach – 95 Gruppen, drei Stunden Länge, der diesjährige Narrensprung am Rosenmontag in Bad Wurzach geizte nicht mit Superlativen.

Traditionell eröffnete die Stadtkapelle in ihrem in den Stadtfarben blau, rot und gelb gehaltenen Häs den Narrensprung in Bad Wurzach beim Aufstellungsplatz vor dem Hotel „Rössle“, der kurz vor dem Umzugsstart von Hästrägern nur so wimmelte. Und wo so manche ihre Fahrzeuge schon mal warmlaufen ließen – und dabei ihre Umgebung ganz schön einnebelten.

Die 95 Gruppen – davon zwölf Musikgruppen – wurden an den drei Ansager-Positionen in der Markstraße, beim Rathaus und in der Herrenstraße von fachkundigen Zunftmeistern vorgestellt. Und dort zeigten die Hästräger, vor allem natürlich die der Hexengruppen, ihre akrobatischen Fähigkeiten: (Hexen-)Pyramiden und -Karusselle wurden flugs choreographiert, einige davon richtig anspruchsvoll. Und was die Großen können, das können die Kleinen schon lange: Auch der Narrensamen der verschiedenen Zünfte war immer dabei, wenn die zuständigen Narrenmeister das Zeichen dafür gaben.

Die Zünfte aus den Ortschaften

Es waren natürlich fast alle Zünfte aus der Großgemeinde, etwa die Arnacher Schaoafböck, die Hauerzer Baadgoischd´r, die Narrengilde Unterschwarzach, die Seibranzer Langjupp mit großen Abordnungen vertreten. Dazu gesellten sich noch aus der Großgemeinde die Freunde des Ungeziefers. Aber auch aus dem benachbarten Bayrischen, zum Beispiel aus Kimratshofen, Altusried, Memmingen oder Kammlach, waren große Abordnungen dabei.

Auch weil es immer schwieriger wird, Musikkapellen, Fanfarenzüge, Lumpenkapellen oder Guggenmusiken zu engagieren, kamen viele mit ihren rollenden Discos, um wenigstens einen Hauch von Musik dabei zu haben.

Beliebte Ziele der Narren waren wie immer junge, hübsche Mädchen und die wurden gerne im Wortsinne etwa in den kreiselnden „Gretta“ der Dettinger Grettamacher „eingeladen“. Die vielen Konfettifrisuren, egal ob von Erwachsenen oder Teenagern am Umzugsweg, legten beredtes Zeugnis davon ab, dass die Narren herrschen und die Obrigkeit bis Aschermittwoch abgesetzt ist.

Für die Kinder aber erwiesen sich die auf den ersten Blick furchteinflößenden Masken und Larven oft als freundliche, zu Schabernack aufgelegte und freigebige Narrenfiguren. Wer von Alt und Jung brav die verschiedenen Narrensprüche wie „Bawald-Bohle“, „Hoorig, hoorig, isch die Katz “ oder „No it huddla – Ofanudla“ beantwortete, bekam als Belohnung das eine oder andere – auch flüssige – Guatsle.

Im großen Diskozelt bei der Riedsporthalle angekommen, ließen es die Narren noch einmal so richtig krachen, ehe auch dieser Rosenmontagsumzug in Wurzach – für manche viel zu schnell, für andere aber vielleicht genau zur richtigen Zeit – wieder Geschichte war.

Viele Bilder in der Galerie



BILDERGALERIE

Fotos: Ulrich Gresser

NEUESTE BEITRÄGE

Bad Wurzach
Projekt „Digitalpate“ gemeinsam mit dem Salvatorkolleg

Seniorenrat organisiert Hilfe bei der Benutzung von Internetgeräten

Bad Wurzach – Der Stadtseniorenrat Bad Wurzach bietet in Zusammenarbeit mit dem Salvatorkolleg eine wöchentliche Sprechstunde zur Lösung von Bedienungsproblemen mit dem Smartphone, Tablet oder Laptop an.
Leserbrief

Viel Weihrauch auf die städtische Seele

Zum Bericht „Wie aus einer Kurklinik ein Gesundheitshotel wurde“ (DBSZ vom 12. April)
von Erhard Hofrichter
veröffentlicht am 13. April 2025
Erweitertes Angebot

Der Biergarten beim „Torfstecher“ ist eröffnet

Bad Wurzach – Am 11. April wurde der Biergarten des „Torfstechers“ eröffnet. Dieser wird aus einem Selbstbedienungs-Verkaufsstand im Außenbereich betrieben, mit einer eigenen Biergarten-Speisekarte und Flaschengetränken.  „Besonders freuen wir uns, unseren Gästen mit einem modernen Pagersystem (digitale Information) den Aufenthalt noch komfortabler zu machen; sobald das Essen bereit ist, werden Gäste per Pager benachrichtigt – so lässt sich die Zeit entspannt mit einem kühlen oder warmen G…
Der SV Arnach hat 1028 Mitglieder

Simone Brandl 30 Jahre im Ehrenamt, Willi Gut und Anton Brauchle 60 Jahre dabei

Arnach – Am 28. März hielt der SV Arnach seine ordentliche Mitgliederversammlung im Vereinsraum (Alte Schule) in Arnach ab. Vorstand Berthold Schöllhorn begrüßte alle Ehrenmitglieder, das Vorstandsteam, Abteilungsverantwortliche, Übungsleiter sowie alle Aktiven und Passiven. Des Weiteren begrüßte er den neu ins Amt gewählten Ortsvorsteher Manfred Braun, die Vertreter des Fördervereins Sportjugend Arnach sowie die Vertreter der örtlichen Vereine.
Neu im Ried in Bad Wurzach

Naturschutzzentrum erhält Spende und lässt damit Relax-Liegebank aufstellen

Bad Wurzach – Sabine Krüger, wissenschaftliche Bibliothekarin an der Landesbibliothek in Stuttgart und ihr Mann Jochen, ehemaliger Biologielehrer am Gymnasium Bad Waldsee, sind vor einigen Jahren von Stuttgart nach Bad Waldsee gezogen.
ANZEIGE

MEISTGELESEN

Bad Wurzach
Kommentar

Verhandeln!

Verdun 1916. Riesige Heere liegen sich gegenüber. Kämpfen um jeden Meter. Mal gerät ein Hügel in die Gewalt der einen Seite; mal wird er von den Anderen zurückerobert. Monatelang geht das Gemetzel. Am Ende sind 400.000 Soldaten tot und geändert hat sich – nichts.
von Gerhard Reischmann
veröffentlicht am 5. Oktober 2023
Einstimmiger Beschluss

Ortschaftsrat lehnt Flüchtlingsunterbringung in der „Kanone“ ab

Arnach (rei) – In der alljährlichen Haushaltssitzung des Ortschaftsrates Arnach steht normalerweise die Vorstellung des städtischen Etats für das angebrochene Jahr im Mittelpunkt. Diesmal, am 8. Januar, kam es anders.
Leserbrief

Windkraft: Eine Hoffnung nicht nur für Wurzacher

Zum Beitrag „Windkraft am Ried: der Wert des Moores“
von Lukas Häfele
veröffentlicht am 6. Oktober 2023
Vor 25 Jahren gestorben

Inge Aicher-Scholl – die Frau, die der Erstarrung entgegentrat

Leutkirch-Rotis (rei) – Vor 25 Jahren starb Inge-Aicher-Scholl. Unvergessen ist sie – klingt paradox – als Kämpferin für den Frieden. Ein Vierteljahrhundert lang lebte sie in Rotis, einem idyllischen Weiler bei Leutkirch, den sie und ihr Mann Otl Aicher zu einem Sammelpunkt für Kreative gemacht hatten. Christine Abele-Aicher, die Schwiegertochter, hat 2012 ein Erinnerungsbuch herausgebracht, das in die Hand zu nehmen immer wieder lohnend ist.
von Thomas Vogel
veröffentlicht am 12. Oktober 2023
Leserbrief

Die Bürger werden getäuscht

Zur Diskussion um Windkraft
von Dr. Wolfgang Hübner, Bad Wurzach
veröffentlicht am 13. Oktober 2023

TOP-THEMEN

Bad Wurzach
Gedanken zu Ostern Von Bernhard Müller Kann man einem anderen zeigen will, dass er sich irrt, muss man beachten…
Bad Wurzach – Unter dem Motto „Wer steckt dahinter?“ organisiert der Handels- und Gewerbeverein Bad Wurzach für seine M…
Wolfegg – Vor Kurzem wurde die Ausstellung „1525 – Bauernkrieg in Oberschwaben“ im Bauernhausmuseum in Wolfegg eröffnet…

Einzelhandel, Dienstleistungen und Handwerk in Allgäu-Oberschwaben

ANZEIGE
ANZEIGE

VERANSTALTUNGEN

Bad Wurzach