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Stadtbauamtfasnet

Scheunenfest unter dem Motto „Frau sucht Bauer“



Foto: Uli Gresser
Die Turmwächter alias Silvestersänger applaudieren begeistert der Lumpenkapelle der Stadtkapelle. Rechts deren musikalische Leiterin, kaum zu erkennen hinter ihrem Bart.

Bad Wurzach – Alle Jahre wieder am Gumpigen Donnerschtag trifft man sich im Stadtbauamt zur dortigen Fasnet: Verwaltung, Bürgerbüro, Naturschutzzentrum und Bauhof hatten in diesem Jahr das Motto „Bauer sucht Frau“ gewählt.

Es wurde gekuppelt, was das Zeug hielt: Maria, die städtische Politesse, erhielt Edgar, den Herrn des Breitbandes zugelost. Ein Herr der Bauparagrafen (Gerhard S.) schenkte Inkas Brause aus, für die man schon Einiges gewohnt sein musste. Hausherrin Kathleen die Erste, die per Dienstanweisung der Bürgermeisterin die närrische Tradition ihrer Vorgänger weiterführen darf, zeigte sich im eleganten hellblauen Dirndl den Dating-Willigen. Während in den Räumen der ehemaligen Galerie im Amtshaus Getränke mal mit, mal ohne Geist ausgeschenkt wurden, denen auch der in einer Mönchskutte steckende Stadtheilige fleißig zusprach. Die Gattin des obersten Personalers der Stadt habe ihn mal als (schein-)heilig bezeichnet, weswegen er nun in sich gehen wollte.

Ja, ja, der Turm

Ihrer Zeit voraus waren die Turmwächter des geplanten Turmes im Ried, dem derzeit wohl umstrittensten Projekt in der Stadt, das in seiner Beliebtheit bei Diskussionen noch weit vor den riesigen Windrädern, die von allen Seiten den schönen Blick auf das Ried zu verstellen drohen, liegt. Da traf dann so mancher Alm-Jögi auf eine schicke Dame, über deren Eignung zur Landwirtin dann durchaus diskutiert werden konnte. Aber, so war ganz pragmatisch auf dem T-Shirt einiger Verwaltungsangestellten zu lesen: „Liebe vergeht, Hektar besteht!“ Wenn dann der Herrn der Liegenschaften mit der Chefin des Ordnungsamtes flirtet (er als Rotkäppchen, sie als Milchbauer), wenn die Prinzessin der NZ Nibelgau sich mit dem „niederen Volk“ einlässst, ja dann geht es im Hüttenzauber richtig rund. Während die eine Gemeinderätin als Oma eine tolle Show abzog, machte sich die andere – im aktuellen „Häs“ des Ungeziefers als Schnake – beliebt, indem sie ihren Saugrüssel fleissig in diverse Sachen steckte. Da mussten die Bauhofmitarbeiter schon mächtig auf ihre offenen Bierflaschen aufpassen.

Was wäre ein Hüttenzauber ohne Musik?

Was wäre so ein Hüttenzauber ohne Musik: Nachdem zuerst die Lumpenkapelle der Stadtkapelle, begeistert beklatscht von PS, ihrer Dirigentin bei den Konzerten, das Treppenhaus im Amtshaus zum Vibrieren gebracht hatte, sorgten die Riedspatzen-Schalmeien ebenfalls für richtig gute „Scheunenfest-Stimmung“.

Interessant wäre es dann in der Zeit nach der Fasnet, einmal zu erfahren, welche Partnerveränderungen sich bei diesem „Bauer sucht Frau“-Fest ergeben haben, hatten doch einige Teilnehmer des Contests sich viel Mühe mit der Ausarbeitung ihrer Kontaktanzeigen gemacht …

Viele Fotos sehen Sie in der Bildergalerie



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Fotos: Uli Gresser

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