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Bei der CDU Aulendorfs

Abgeordneter Raimund Haser sprach über Energiewende und Wärmeplanung



Foto: CDU-Stadtverband Aulendorf
Informationen aus erster Hand: Der Landtagsabgeordnete Raimund Haser sprach im „Rad“. Unser Bild zeigt (von links): Jochen Haas, Raimund Haser, Anton Hänsler, Konrad Zimmermann.

Aulendorf – Auf Einladung des CDU-Stadtverbandes Aulendorf referierte und informierte der gewählte Wahlkreisabgeordnete Raimund Haser am Freitagabend im Gasthaus „Zum Rad“. Zehn interessierte Bürgerinnen und Bürger nahmen die Gelegenheit wahr, sozusagen aus erster Hand Informationen zu erhalten. Haser ist nämlich Vorsitzender des Landesfachausschusses für Energie, Umwelt und Klimaschutz der CDU. Jochen Haas als Vorsitzender des Stadtverbandes hätte sich gerne eine größere Zuhörerschaft gewünscht.

„Wenn wir Energieversorgung betrachten, machen wir alle meist einen Fehler: Wir reden fast ausschließlich über Strom“, so einleitend Raimund Haser. „Richtig ist, dass wir erst nach Energiequellen schauen und dann nach der Nutzung.“ Im Jahre 2023 hatte das Mineralöl mit 35,9 Prozent und das Erdgas mit 24,5 Prozent weiterhin den größten Anteil am Energiemix. Steinkohle und Braunkohle lagen etwa gleichauf mit je 8,5 Prozent. Die erneuerbaren Energien lagen mit 19,6 Prozent zwei Punkte höher als im Vorjahr.

„Wir müssen Wasserstoff vorantreiben“

So lautete Hasers Credo: „Wir müssen den Wasserstoff vorantreiben, ohne gleich einen Endzeitplan fürs Gas aufzulegen. Auch müssen wir das Verbrenner-Aus überdenken, weil wir die elektrische Energie für die flächendeckende Mobilität noch lange nicht haben werden. Für die Industrie ist Gas noch lange Zeit wirtschaftlich unersetzlich“.

„Ohne Windkraft geht es nicht“

PV-Anlagen sind wichtig, aber sie reichen bei Weitem nicht aus, deshalb muss Windkraft als Ergänzung unerlässlich einspringen. “Heute reden wir uns die Köpfe heiß, auch wegen einer Verschandelung der Natur. Unsere Kinder werden aber einmal diese Windräder als etwas völlig Normales sehen“, ist Haser überzeugt. „Auch lasse sich Wind besser vorhersagen als die Sonne.“ Ein dezentrales Energiesystem generiert Wertschöpfung und Steuererträge und sei auch militärisch/strategisch sicherer als Saporischja“, so der Referent. Biogasanlagen sind wichtig und sollen so lange wie möglich gehalten werden. „Ich bin ein Biogasfan“, war sein Bekenntnis.“

„Die Digitalisierung ist heute schon auf einem sehr hohen Niveau. Der Bau eines Kraftwerkes kann ebenso unrentabel sein wie die Anschaffung einer Feuerwehrleiter, dennoch müssen wir diese Investition bringen, in der Hoffnung, nie gebraucht zu werden“, ist sich Haser sicher.

Kritik an der Ampel

Unter Beifall der aufmerksamen Besucher nannte er die Wärmeplanung der Ampel-Regierung für absolut falsch und unpassend. „Ich möchte doch selber bestimmen, was ich wann investiere, höre man besonders bei betagteren Personen unisono. Bei der jüngeren Generation sehe es anders aus, hier existiere in der Regel eine andere Denkstrategie.“ So ist Raimund Haser froh, dass die Wärmeplanung nach Bundesgesetz bis Juni 2028 keine Relevanz mehr aufweist. Wir werden noch sehr, sehr lange mit Gas heizen. Auch das ehrgeizige Ziel, im Jahre 2045 völlig klimaneutral zu sein, sollte nicht erste Priorität haben.

Rege Diskussion

In einer regen Diskussion wurden viele Punkte zu diesem Thema angesprochen. So sorgte sich Konrad Zimmermann als ehemaliger langjähriger Aulendorfer Gemeinderat über mögliche teure Engagements der Stadt im Hinblick auf den Ausbau von Wärmenetzen: „Unsere Haushaltslage sollte aus diesem Grund nicht wieder kippen.“ Eine junge Teilnehmerin gab an, sie erstelle kommunale Wärmepläne. Sie zeigte sich beeindruckt über die Kompetenz des Referenten.




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