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Hitzefrei-Demo-Sprint

Resonanz war ähnlich schwach wie bei der ersten Demo im Dezember



Foto: Ulrich Gresser
Auch die zweite Hitzefrei-Demo in Bad Wurzach hatte nur wenige Teilnehmer.

Bad Wurzach – Auch bei der zweiten von Lukas Häfele organisierten „Hitzefrei-Demo“ in Bad Wurzach blieb die Resonanz in der Bevölkerung sehr schwach.

Mit einem in Berlin gestarteten Bus waren Aktivisten, die in der ganzen Bundesrepublik zugestiegen waren, aus Davos vom Weltwirtschaftsforum zurückgekehrt und hatten in Bad Wurzach Halt gemacht. Unter ihnen war auch Lukas Häfele, der Organisator der Demo an diesem frostig kalten Montagmorgen. Trotz der Verstärkung mit Klimaaktivisten aus Berlin und anderen Bundesländern aus dem Bus, dessen Motor während des gesamten Zwischenstopps beim Schulzentrum lief, blieben die Schüler zwar neugierig, aber gingen nicht auf das Angebot des Veranstalters ein, selbst das Wort zum Thema Klima zu ergreifen. Zwei Jungs mit Migrationshintergrund bezogen dafür sehr eindeutig gegen Schwule und Lesben Stellung.

„Landschaftsschützer umsiedeln“

Die Klimaaktivisten forderten auf Transparenten „Landschaftsschützer umsiedeln“ und zogen einen Vergleich mit der Umsiedlung des Dorfes Lützerath bei Köln, um das lange von Klimaaktivisten gekämpft worden war und das letztlich dem Tagebau weichen musste.

Beim Schulzentrum näherte sich ein Mann mit Videokamera den Schülern, um mit ihnen über die Aktion zu sprechen. Lukas Häfele wollte dies nicht zulassen, so dass es zu einem kurzen Wortwechsel kam, ehe sich der Filmer wieder zurückzog.

Als sich der Bus mit den Bundes-Klimaaktivisten verabschiedet hatte, blieb das Dutzend „einheimischer“ Demonstranten zurück. Diese zogen dann in Begleitung zweier Polizeiautos über die Ravensburger Straße weiter gen Busbahnhof beim Salvatorkolleg. Anders als im Vormonat durften sie jedoch mit ihren Transparenten „Rotmilan.eu – Energiewende jetzt“ und „Weg von fossil – hin zu gerecht“ nur auf die Grünfläche unter der Kastanie gegenüber. Als einige der Demonstranten wegen des dort liegenden Schnees auf die Straße ausweichen wollten, schritt die Polizei ein und wies sie auf die hierfür fehlende Genehmigung hin.

„Falsche Prioritäten“

Lukas Häfele monierte, dass die Stadt Bad Wurzach für dieses Jahr nur 120.000 € im Haushaltsplan für regenerative Energien vorgesehen habe. Er ging nicht darauf ein, dass das Stadtbauamt eine Wirtschaftlichkeits- und Machbarkeits-Analyse für sämtliche städtischen Gebäude durchgeführt hatte und dies damit erst der Beginn einer Vielzahl von Projekten sein wird. Häfele sagte, in Bad Wurzach würden damit falsche Prioritäten gesetzt. Positiv sah er, dass die Stadt im Haushalt eine Stelle für Klimamanagement geschaffen habe. Er argumentierte auch, dass die vom Kurbetrieb abgegebenen Moorbäder klimaschädlich seien.

„Jetzt handeln“

Dr. Ulrich Walz, ein erklärter Windkraftbefürworter und ehemaliger Biologielehrer, der ein Pappschild mit der Aufschrift „Jetzt handeln“ bei sich trug, sagte danach, Bad Wurzach liege mit seiner CO2-Bilanz mit 15 Tonnen pro Einwohner weit über dem Durchschnitt. Er erklärte auch, die geplanten Windräder rings um das Ried würden diesem nicht schaden.

Nach dem Weiterzug zu den beiden nächsten Stationen am Stadtbrunnen und der Konzertmuschel am Kurhaus bekamen die Klimaaktivisten dort noch zur Stärkung eine vegane Flädlesuppe, ehe sie die Heimreise antraten.

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Fotos: Uli Gresser

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