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Elfter Elfter

Wenn Narren leise Töne sprechen



Foto: Erwin Linder
Unverzichtbarer Bestandteil der Fasnetseröffnung am Elften Elften: die Bäckerbuben.

Bad Waldsee – Wie doch manchmal etwas zusammenkommt, ohne jeglichen Zusammenhang, aber zeitlich und räumlich so nah beieinander, dass man das Eine nicht sehen kann, ohne an das andere zu denken. Die Rede ist von der Fasnetseröffnung auf der Hochstatt und dem Busunglück draußen bei Steinenberg. Hier der Bericht vom Elften Elften von unserem Reporter Erwin Linder, dessen Bilder vom fröhlichen Zusammensein im Nachgang überlagert werden von den Bildern vom Busunglück, die wir weiter unten ebenfalls veröffentlichen.

Als erstes hatten die Kinder den Federlesbrunnen auf der Hochstatt okkupiert und unterzogen ihn einem Härtetest: Wie viele Jungen und Mädchen kann das Federle tragen, bevor alle baden gehen? Am Elften Elften des Jahres 2023 blieb auf jeden Fall alles heil.

Um 11.00 Uhr trafen die ersten Protagonisten ein: Kanonier, Fasnetlader, Bäckergesellen, Hefezopf. Nach den Kindern enterte Hochzeitlader Ralph Zell den Brunnen. Mit launigen Sprüchen brachte er das Publikum auf fasnettaugliche Betriebstemperatur. Um die 500 bestens gelaunte Menschen hatten sich bei strahlendem Wetter, aber kühlen Temperaturen auf der Hochstatt versammelt.

Pünktlich um 11.11 Uhr rasselte der überdimensionale Wecker, die Konfetti-Kanone gab ihre traditionellen drei Böllerschüsse ab. Die Sammlermusik marschierte auf die Hochstatt, gefolgt von der örtlichen Prominenz aus OB Matthias Henne, Bürgermeisterin Monika Ludy, dem Zunftrat samt den drei Ehrenzunftmeistern Gerold Glöckler, Franz Daiber und Franz Mosch.

„I glaub it, dass du jeden kennsch“

Zunftmeister Roland Haag schwang sich ebenfalls auf den Federlesbrunnen: S’isch soweit, liebe Narreleit“ und ließ die Sammlermusik erst mal einen Schunkler spielen. Der Fasnetslader spießte in gekonnter Manier viele Schwachstellen im Städtle auf: Von der Altstadt für Alle mit ihren ewigen Baustellen, so dass man aus dem Städtle bald nicht mehr ein noch aus findet. OB Hennes Imagefilm-Beitrag: „Der Waldseer ist ein herzensguter Mensch“ verleitet ihn zur Replik: „I glaub it, dass du jeden kennsch.“

Zunftmeister Roland Haag fand die richtigen Worte in unsere Zeit, die gekennzeichnet ist von Krieg, Extremismus, Gewalt, Intoleranz. „Kinder und Narren scheinen naiv. Aber in der Einfachheit steckt oft tiefgründige Weisheit. Bedingungslos und ohne Vorurteile zu lieben ist das, was Kinder und Narren auszeichnet.“

Das Motto

Zeremonienmeister Marco Ludescher verkündete die Termine der Fasnet und, besonders wichtig, das Motto der Saison 2024: „Hamburg, Tor zur Fasnetswelt, mit AHA wird’s ausgeschellt.“ Vizezeremonienmeister Sven Hillebrecht stellte sein närrisches Talent als nicht aufs Maul gefallenes Hamburger Fischweib mit kurzem Rock und heißen Stiefeln unter Beweis.

Gereimtes vom OB

OB Matthias Henne verkündete in wohlgesetzten Reimen, was alles passiert ist im Städtle, vom Waldsee-Logo über die Stadtbaustellen bis zum Krankenhaus: „S’isch schad wia’s isch, mir misset’s verdaue und dunt mitanander nach vorne schaue“.

Den Abschluss machten wie immer Büttel und Hofmarschall, die auch wieder einige Missgeschicke zum Ausschellen hatten.

Zwischendurch spielte die Sammlermusik noch etliche Schunkler und „Hände zum Himmel“ und die Bäckergesellen sorgten dafür, dass auch wirklich jeder ein Stück Martini-Zopf zum Futtern bekam. Grad schee war’s.
Bildergalerie



BILDERGALERIE

Fotos: Erwin Lindner

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