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Freie Christen

Adonia-Musical Hiob im Kursaal begeisterte



Foto: Ulrich Gresser

Bad Wurzach – Der proppenvolle Kursaal bildete am Samstagabend den schönen Abschluss der vier Auftritte des Adonia-Musicalcamps aus der Region. Hiesiger Veranstalter ist seit vielen Jahren die Freie Christengemeinde, deren einer Leiter Karl Wessle die Begrüßung seitens der gastgebenden Gemeinde übernahm und deren anderer Vorstand Lothar Dopfer wiederum in seiner Funktion als Leiter des Musical-Camps die Gäste willkommen hieß.

Die Sängerinnen und Sänger treffen sich jeweils zu einem „Musicalcamp“, das aus zwei Teilen besteht: vier Probe-Tage, in denen die 12- bis 19-Jährigen unter der Betreuung eines geschulten ehrenamtlichen Mitarbeiter-Teams das Konzertprogramm einüben. Danach folgen im zweiten Teil vier Auftritts-Tage an verschiedenen Orten; hier bildete Bad Wurzach in diesem Jahr den Abschluss. Vorab haben die jungen Mitwirkenden bereits die Noten und ein vorproduziertes Album zum Üben erhalten. Die Tournee dieses Camps begann in Biberach – wo auch geprobt wurde – führte über Rottenacker und Tettnang schließlich zum Finale nach Bad Wurzach, wo die Eltern nach dem Konzert ihre um einige tolle Erfahrungen reicheren Sprösslinge wieder in Empfang nehmen konnten.

Jeweils 70 talentierte Teenager als SängerInnen und TänzerInnen sowie eine junge, peppige Live-Band stehen bei den Auftritten der einzelnen Camps auf der Bühne: In diesem Jahr führen beziehungsweise führten insgesamt 39 Projektchöre an 156 Orten deutschlandweit das Musical Hiob auf, eine moderne Umsetzung eines der brisantesten biblischen Themen überhaupt. Mit mitreißenden Songs, berührenden Theaterszenen und innovativen Show-Elementen überzeugten und begeisterten die jungen Darsteller das Publikum, darunter auch Bürgermeisterin Alexandra Scherer auch im Kursaal.

Alle Akteure zeigten sich noch einmal von ihrer besten Seite, besonders hervorgehoben sei an dieser Stelle die Lichtführung, die in jeder Situation die wichtigen Personen ins rechte Licht setzte. Ein besonderes Kompliment gebührt auch den Darstellern des Hiob und seines treuen Butlers, die die Frage nach Gott zu einem herzzerreißenden Erlebnis machten.

Warum lässt Gott das zu?

Die Geschichte: Obdachlos und krank, von der Frau verlassen – so sitzt Hiob an der Bushaltestelle. Wie konnte das passieren? Und vor allem warum? Bis gerade war er noch der clevere und reich gesegnete Hotel-Besitzer mit einer blühenden Zukunft vor Augen. Keiner der Erklärungsversuche hilft und Hiobs Vertrauen auf Gott wird auf eine harte Probe gestellt. Warum greift Gott nicht ein? Wo ist er? Lange Zeit schaut Gott vermeintlich unbeteiligt zu, doch dann verändert eine Begegnung alles. Warum lässt Gott das zu? Eine Frage die sich aktuell gerade viele Menschen angesichts der vielen Krisenherde und Kriege auf der Welt stellen.

Aber wie es sich für ein Musical mit Jugendlichen gehört, um ihnen das nötige Quantum Optimismus zu erhalten, gibt es auch bei dieser Geschichte ein „Happy End“.

2001 wurde zum ersten Mal ein Adonia-Musicalcamp durchgeführt. Seither wächst die musikalische Jugendarbeit in großen Schritten. Inzwischen nehmen 4000 Kinder und Jugendliche an einem der 60 Camps teil. Neben den Projekten für Teens werden auch Juniorcamps (für 9 bis 12-jährige Kinder) durchgeführt. Adonia e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Karlsruhe. Die Arbeit wird durch Camp-Beiträge, Spenden und die Kollekten an den Konzerten finanziert.
Siehe Bilderalbum



BILDERGALERIE

Fotos: Ulrich Gresser

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