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Leserbrief

Im Wurzacher Ried darf durchaus gebaut werden



Zur Diskussion um den Turm

Baumaßnahme im Wurzacher Ried vor zwölf Jahren. Foto: Reinhold Mall

Verschiedene Leserbriefschreiber behaupten, dass im Naturschutzgebiet keine baulichen Maßnahmen erfolgen dürfen. Dass in Naturschutzgebieten gebaut werden darf, sieht man am Turm im Pfrungener Ried mit einer ähnlichen Höhe. Anders als der Turm im Pfrungener Ried ist der Wurzacher Turm von hohen Bäumen umringt und man sieht deshalb nur den oberen Teil.

Auch der Federseesteg wurde in einem Naturschutzgebiet gebaut. Der Steg ist ein beliebtes Ziel für Schulklassen. Anscheinend werden dadurch die Vögel nicht vertrieben, denn der Steg wird von vielen Vogelliebhabern und Ornithologen besucht. Oft drängeln sich auf der Plattform zig Tierfotografen, weil man Vögel aus nächster Nähe betrachten kann. Das Naturschutzzentrum Federsee wirbt, dass man dort beste Bedingungen zum Beobachten und Fotografieren hat. Die Tiere hätten sich an die Besucher gewöhnt und zeigten geringere Fluchtdistanzen als in der freien Natur! Warum soll das nicht auch bei Turm im Ried der Fall sein?

Im Naturschutzgebiet Wurzacher Ried fanden 2012/2013 sehr große Baumaßnahmen statt. Allerdings nicht in einem vorbelasteten Gebiet wie dem Turmstandort. Es wurden mehrere große Dämme mit Hilfe von einem Bagger und Transportfahrzeug erstellt. Wege für die Fahrzeuge mussten im empfindlichen Moorgebiet angelegt werden.

Bau der Dämme vor zwölf Jahren. Foto: Reinhold Mall

Heute sieht man von diesen Eingriffen nichts mehr; im Gegenteil. Es ist ein Naturparadies entstanden mit Vögeln wie dem Kranich und dem Schlangenadler. An den Entnahmestellen von Torf für den Bau des Damms hat sich schnell Wasser angesammelt und sie werden beispielsweise von Fröschen und Libellen besiedelt.

Die ausführende Firma hat die Baumaßnahmen in eindrucksvollen Filmen festgehalten.
Kurze Version: https://youtu.be/kwwQ7z69mcI?si=aU_iavpbspSj-8oa
Lange Version: https://youtu.be/RYJVtFiK0BM?si=BQnmVf3rQD02cPfM

Im Vergleich dazu ist der Eingriff durch den Turmbau klein und findet auf einem vorbelasteten Gelände statt. Für die Tierwelt ist der Bau des Turms eine Aufwertung. Die Fundamente der abgerissenen Gebäude werden von Überwucherungen befreit. Der Teich, in dem der Turm steht, wird schnell von Fröschen und Libellen besiedelt werden.

Der Bau des Turmes ist im Naturschutzgebiet Wurzacher Ried rechtlich möglich. Dazu hat man unter anderem aufwändige und teure Gutachten erstellen müssen, die bereits in Rechnung gestellt wurden. Die Besucher gewinnen einen schonenden Einblick in ein außergewöhnliches Gebiet, das sonst nur bei den seltenen Führungen ins Wiedervernässungsgebiet ansatzweise gezeigt werden kann. 
Reinhold Mall, Bad Wurzach-Dietmanns

Eingegangen beim „Wurzacher“ am 19. Februar um 11.51 Uhr. Veröffentlicht im „Wurzacher“ am 19. Februar um 18.09 Uhr.

Die Veröffentlichung der Leserbriefe erfolgt streng nach Eingang (die Uhrzeiten sind angegeben). Annahmeschluss für Turm-Leserbriefe war Mittwoch, 12.00 Uhr. Später eingehende Leserbriefe zum Turm können nicht mehr veröffentlicht werden.

Falls Markierungen wie Fettungen und Kursivsatz in den Briefen vorhanden, waren sie so von den Autoren vorgegeben. In einzelnen Fällen waren den Leserbriefen von Seiten der Autoren Bilder beigegeben. Auch von den Autoren gewünschte Verlinkungen wurden ausgeführt.

Zur Diskussion um den Turm im Ried hatten wir festgelegt, dass dazu nur Stimmen aus Bad Wurzach veröffentlicht werden.

Leserbriefe sind Meinungsäußerungen. Die Redaktion der Bildschirmzeitung akzeptiert ein breites Spektrum an Meinungen. Nicht veröffentlich werden extremistische, persönlichkeitsverletzende oder offensichtlich wahrheitswidrige Äußerungen.




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